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Foto: Michal Walusza. FIDE World Cup in Goa

Auftaktrunden bei Turnieren sind für Schachspieler aller Spielstärken schwierig. Man weiß nicht wie man mit den Spielbedingungen zurecht kommt und wie das Denken in dem neuen Umfeld funktioniert an dem Tag. Vincent begann stark. Auch wenn er selbst nicht zufrieden ist wie es zum Schluss lief. Zuschauer sahen eine grandiose Partie.

Von Thorsten Cmiel

Der Gegner von Vincent in der zweiten Runde des diesjährigen World-Cup in Goa (Indien) – zur ersten Runde mussten Spieler in der Vincent-Klasse nicht ran – hieß Vladislav Kovalev. Dieser tritt unter FIDE-Flagge an und stammt ursprünglich aus Belarus. Seine beste Elozahl erreichte Vladislav im Jahr 2019 mit 2703, aber danach ging es stetig bergab. Über die Ursachen ist wenig bekannt, er soll in Batumi leben. Seine letzte Elo-gewertete hatte Kovalev jedenfalls lange Zeit vorher gespielt, bei der Europameisterschaft 2024 in Petrovac, fast ein Jahr zuvor.

Schnelldurchlauf

Bevor man eine komplexe Partie wie diese ausführlich analysiert sollte man die Partie mehrfach durchspielen. Das automatische Vorspielen mit einem Diagramm (GIF) ist ein nettes Tool. Wer etwas lernen will, der versucht bei diesen Durchgängen schon mögliche Kipppunkte in der Bewertung zu identifizieren. Das gelingt mit etwas Erfahrung ganz gut, aber natürlich nur rudimentär. Im nächsten Schritt geht man die Partie durch und zieht in manchen Momenten die Maschine zu Rate, um sich besser zurecht zu finden. Das sollte allerdings nicht dazu führen eine unsachliche Bewertung des Spiels der Matadoren – ich bin gerade in Spanien – vorzunehmen.

Partie unkommentiert zum Nachspielen im eigenen Tempo (ein Wunsch eines Nutzers aus Aachen).

„Die Reaktionen der Leute bei ihrem ersten Opernbesuch sind immer sehr extrem. Entweder man liebt es oder man hasst es. Wer es liebt, der wird es immer lieben. Wer es nicht mag, wird es vielleicht lernen zu schätzen, aber es wird nie ein Teil seiner Seele werden.“

Richard Gere als Edward Lewis in der berühmten Opern-Szene im Film „Pretty Women“ (1990) zu Julia Roberts als Vivian Ward.

In Abwandlung des obigen weltberühmten Zitates, das in der deutschen Filmversion nach meiner Erinnerung etwas anders lautete, sei mein folgender Hinweis verstanden: Wer diese Partie nur mit der Maschine anschaut und danach Kritik an Vincents Spiel äußert, der liebt das Spiel, seine Komplexität und seine Dynamik nicht wirklich. Der einzige, der das schwarze Spiel und das Auf und Ab am Schluss kritisieren sollte und es auch darf, das sind die Spieler selbst.

Analyse in Abschnitten

Ich halte es für Analysezwecke bei längeren und vor allem komplexen Turnierpartien für eine gute Idee, die Partie in mehreren Abschnitten zu analysieren. Das sind oft Phasen wie Eröffnung und frühes Mittelspiel, dann bis zur ersten Zeitkontrolle und je nach weiterem Verlauf folgen oft mehrere weitere Phasen. Drei oder vier Phasen insgesamt reichen oft aus, aber manchmal sind es auch mehr.


In dieser Stellung aus dem frühen Mittelspiel war Vincent mit Schwarz am Zuge. Was würden sie ihm empfehlen und wie schätzen sie die Lage danach konkret ein.


Der Weißspieler hat zuletzt auf a7 einen Bauern geschlagen. Berechnen sie hier bitte die Folgen des Damenopfers nach dem Schlagen mit dem d-Bauern auf e4. Vincent hat noch sechszehneinhalb Minuten für 20 weitere Züge. Vertrauen sie nach sagen wir sechs Minuten auf ihre Berechnungen?


Wir sind in einer frühen Endspielphase. Weiß steht vor der grundsätzlichen Frage, ob er die schwarzfeldrigen Läufer tauschen oder auf dem Brett behalten will. Wie ist ihre Einschätzung? Wie würden sie den Läufer tauschen, falls sie das für eine gute Idee halten?


Nach erheblichen Komplikationen zuvor wird es technisch im Endspiel. Welche Schwäche identifizieren sie im weißen Lager? Wie geht es hier am besten weiter für den Schwarzen, der hier am Zuge ist?


Hier war Vincent mit Schwarz erneut am Zuge. Wie sollte er hier warum fortsetzen? Es geht m. E. um einen praktischen Ansatz wie man hier am einfachsten seine Stellung weiter ausbaut.


Beginnen wir die Betrachtungen der Schlussphase mit einer Fifty-Fifty-Frage. Sollte Schwarz auf h5 schlagen oder nicht? Hier hatte Vincent noch etwa zehn Minuten und sein Gegner verblieb mit etwas mehr als 13 Minuten.


Wie sollte Schwarz hier fortsetzen? Vincent verblieben noch drei Minuten und 52 Sekunden. Es war insofern als knapp. Nach seinem 57. Zug hier lag Vincents Zeitreserve bei einer Minuten und 26 Sekunden. Die Sache spitzte sich also weiter zu.


Wie sollte Schwarz hier fortsetzen? In dieser Partie war das der entscheidende Moment. Kovalev bereute seine Entscheidung vermutlich sofort und investierte von seinen fast zehn Minuten Restbedenkzeit nur anderthalb und griff daneben.

Mein Fazit zur ersten Partie

Die Partie dauerte insgesamt etwa fünf Stunden. Nach anspruchsvoller Eröffnungsphase und kreativem Spiel vor allem von Vincent kam es im frühen Mittelspiel zu einer asymmetrischen Materialverteilung, die Vincent etwas materiell bevorteilte. In der folgenden Spielphase des späten Mittelspiels und frühen Endspiels tauschte Kovalev einen Läufer falsch und er befand sich zunehmend auf verlorenem Posten. Danach vergrößerte Vincent seinen Vorteil stetig und eroberte durch kreatives Spiel gegen den gegnerischen Springer auf a7 zwei Bauern am Damenflügel. Erst in der letzten Spielphase, die zunehmend durch Zeitnot geprägt war, entglitt Vincent die Partie, da er wenige Entscheidungen nicht pragmatisch genug anging. Insgesamt war die Partie eine grandiose kreative Leistung gegen einen starken Großmeister, die Hoffnung auf ein erfolgreiches Abschneiden im World Cup macht.


Wer die gesamte Partie mit den Reaktionen beider Spieler am Brett beobachten möchte für den hält die FIDE einen eigenen Stream bereit. Vor allem die entscheidende Phase nach fünf Stunden ist interessant zu beobachten.


Die zweite Partie

In der zweiten Begegnung dieses Matches versuchte Kovalev früh sein Glück in einem zeitweisen Bauernopfer. Vincent konterte ihn kühl aus und gewann recht überzeugend auch die zweite Partie.


Zufrieden sein dürfte Peter Leko, der nicht nur einen Schützling im Rennen hat, der gut in Form ist. Peter gewann sein eigenes Match gegen den australischen Großmeister Bobby Cheng. Nebenbei erfährt man von dem Foto, dass der Dresscode der FIDE offenbar inzwischen auch Jeanshosen erlaubt.

Ein Hinweis

Ich habe in den nächsten Tagen ein eigenes Turnier in Alicante zu spielen. Aber die grandiose erste Partie von Vincent hat mich motiviert sein Turnier hier ebenfalls ein wenig zu covern und Analysen folgen zu lassen. Im besten Fall qualifiziert sich Vincent ebenfalls für das Kandidatenturnier. Er ist inzwischen ausreichend stark und stabil dort ein wichtige Rolle zu spielen. Da ich vorhabe das Turnier vor Ort zu covern wäre ein zweiter deutscher Spieler im Kandidatenturnier ein tolle Sache.

Fotos: Michal Walusza und Eteri Kublashvili FIDE World Cup Goa 2025.


Service-Hinweis

Die Partien können heruntergeladen werden, indem man in dem entsprechendem Modus den hier markierten Button nutzt.

Foto: Michal Walusza. FIDE World Cup in

Foto: Natalia Jędrzejowska

Nach dem Doppelsieg bei der letzten Weltmeisterschaft kam diesmal nur ein Deutscher aufs Treppchen. Christian Maier holte durch seinen dritten Platz sogar eine GM-Norm. Typisch Christian zerknüllte er doch sein Zertifikat nach wenigen Sekunden, unabsichtlich. Eine Spielerin aus Schottland, ein Spieler aus Israel und einer aus der Ukraine konnten sich über Weltmeistertitel freuen. Eine FIDE-Russin gewann bei den älteren Frauen.

Von Thorsten Cmiel

Aus deutscher Sicht lief weniger zusammen diesmal. Christian Maier sicherte sich den dritten Platz und war der einzige deutsche Lichtblick bei der diesjährigen Seniorenweltmeisterschaft in Gallipoli. Titelverteidiger Rainer Knaak wurde ausgerechnet von Maier ausgebremst und suchte die meiste Zeit des Turniers seine Form. Bei den Jungsenioren spielten die Internationalen Meister Frank Zeller und Georg Seul meist oben mit, aber der letzte Punch fehlte beiden Spielern, um ganz oben anzugreifen. Das war allerdings zumindest bei den Jungsenioren ohnehin illusorisch, denn zwei Spieler dominierten und am Ende gewann der israelische Großmeister Victor Mikhalevski (Foto) verdient mit 9.5 Punkten (+8) aus elf Partien in seiner Altersgruppe.

Schlusstabelle Open 50+

11 Runden Schweizer System. 154 Teilnehmer aus 46 Nationen. 18 GM, 25 IM, 21 FM. Neun deutsche Teilnehmer.

Wer sich für mehr Ergebnisse interessiert, der kann bei Chess-Results nachschauen und sich bemerkenswerte Resultate mancher Spieler und die Partien bei Li-Chess genauer ansehen. Überragend war sicherlich das Turnier von Vladimir Bugayev (USA), der seine Rating um 86 Punkte steigern konnte und vermutlich knapp an einer regulären IM-Norm gescheitert ist (sein schlechtester Gegner bekommt laut Regularien eine Ratinganhebung auf 2050). Ein weiteres herausragendes Ergebnis gelang Bulent Ersahin (TUR) mit einem Plus von 73 Punkten. Aber neben guten Ergebnisse mussten manche Spieler zu oft hinter sich greifen. Die nominelle Nummer drei der Setzliste, Großmeister Alexandre Qashashvili aus Georgien, musste drei Niederlagen in Serie verkraften und verlor bei einer Elozahl von 2505 trotz eines Faktors von 10 immerhin 26 Ratingpunkte. Ähnlich schlecht verlief das Turnier für den kasachischen Großmeister Serkibay Temirbayev, der 24 Punkte verlor. Der niederländische Internationale Meister Edwin Van Haastert, nominell die Nummer neun im Feld, brach sein Turnier mit fünf Punkten nach neun Runden und einem Elo-Minus von 27 Punkten ab.

Ein Sieg des Victors

Die folgende überzeugende Schwarzsieg von Victor Mikhalevski stammt aus der achten Runde im Turnier und verdient sicherlich noch etwas genauer unter die Lupe genommen zu werden.


Ältere Senioren 65+

Bei den älteren Senioren (65+) musste am Ende die Wertung zwischen sechs punktgleichen Spielern, die 8.5 Punkte (+6) erzielt hatten, entscheiden. Sieger wurde der ukrainische Internationale Meister Alexander Reprintsev, der neben dem WM-Titel sein Langzeitziel erreichte und demnächst den Großmeistertitel erhalten dürfte. Der knapp nur drittplatzierte deutsche Internationale Meister Christian Maier musste zu viele Utensilien halten und bekam gar nicht mit, dass ihm der Hauptschiedsrichter zusätzlich ein Blatt Papier in die Hand drückte, das ihm das Erzielen einer GM-Norm (gilt für die Plätze 2 und 3) bescheinigte. Es endete jedenfalls unbeachtet zerknittert in der Gesäßtasche und sah nach der Preisverleihung entsprechend etwas ramponiert aus. Die FIDE wird die Norm trotzdem registrieren.

Christian begann das Turnier mit einem Sieg gegen Robert J Fischer, besser ist es kaum denkbar. Zunächst gewann er seine Auftaktbegegnungen, verlor gegen den späteren Nestorenmeister (75+) Nathan Birnboim, kam dann aber schnell zurück. Am Ende gewann Christian seine sämtlichen drei Partien gegen Großmeister. Beeindruckend.

Einzelergebnis Christian Maier

Top 10 in der Gruppe 65+

11 Runden Schweizer System. 233 Teilnehmer aus 49 Nationen, 8 GM, 41 IM, 31 FM. 18 deutsche Spieler.

In der folgenden Schlussphase verpasste Rainer Knaak in klar vorteilhafter Stellung drei Züge hintereinander mit Weiß den positionell logischen Zug seines a-Bauern (a3-a4), um die gegnerische Struktur am Damenflügel zu fixieren. Es rächte sich als Christian Maier selbst seinen a-Bauern in Bewegung setzte.


Gold für Schottland

Bei Seniorenturnieren lernt man immer wieder viele Spielerinnen und Spieler genauer kennen und deren Karriere im Schach beeindruckt oft. Wenn man sich dann immer tiefer mit deren schachlicher Vita beschäftigt, dann findet man meist eine Vielzahl spannender Partien. Die Geschichte von „Keti“.

Endresultat bei den Frauen 50+

11 Runden Schweizer System. 30 Teilnehmerinnen. Zwei GM, 2 IM und 3 WGM. Keine deutsche Spielerin im Feld.

Mir gefiel in Gallipoli die Angriffspartie von Keti aus der achten Runde gegen die bulgarisch-französische Internationale Meisterin und Frauengroßmeisterin (ich weiß nie was mehr zählt) Silvia Alexieva, die auch unter dem Namen Silvia Collas bekannt ist.


Die neue Weltmeisterin der jüngeren Frauen heißt Ketewan Arakhamia-Grant (1968). Vor genau vierzig Jahren hatte Keti schon einmal einen Weltmeister-Titel geholt. 1985 wurde sie mit 17 Jahren im slowenischen Dobrna U20-Weltmeisterin, damals noch unter sowjetischer Flagge. Ihr Ergebnis wurde nach zwölf Siegen zuvor nur getrübt durch ein Remis in der Schlussrunde. Laut Datenbank von Chessbase handelte es sich um die Mädcheneuropameisterschaft, aber das ist ein Übertragungsfehler. Das Turnier war eine Weltmeisterschaft. Inzwischen spielt Ketewan für Schottland. Unterwegs kann Keti, die seit 1996 mit dem Schotten Jonathan Grant verheiratet ist, auf eine beeindruckende Karriere mit vielen Erfolgen und grandiosen Partien zurückblicken.

Anläufe zur WM

Bei ihrem ersten Interzonenturnier 1988 in Tuzla, im ehemaligen Jugoslawien, wurde Ketewan mit 12 aus 17 Zweite hinter ihrer erfahreneren Landsfrau Nana Ioseliani, die sechs Jahre älter ist und später gegen Maia Tschiburdanidse den WM-Kampf verlor. Beim darauffolgenden Kandidatenturnier lief es dann nicht so gut. 1990 landete Ketewan hinter Ketino Kachiani im Interzonenturnier im russischen Asow auf dem sechsten Platz. Keti konnte noch zwei weitere Interzonenturniere sogar gewinnen: 1993 gewann sie in einem Schweizer-System-Turnier in Jakarta (Indonesien) mit 9.5 aus 13. Beim Kandidatenturnier gewann dann Zsuzsa Polgar und wurde später Frauenweltmeisterin. Keti konnte nicht in das Geschehen eingreifen. Beim letzten Zyklus mit Interzonenturnieren gewann Ketewan 1995 erneut im moldawischen Chișinău diese Qualifikationsrunde vor der inzwischen für Deutschland spielenden Ketino Kachiani-Gersinska, die ebenfalls aus Georgien stammt. Keti landete im Kandidatenturnier als Siebte einen Platz vor Pia Cramling, die auch in Gallipoli dabei war. Es gewann Alissa Galljamowa aus Russland, die später nach einige Querelen und Disqualifikation von Zsuzsa Polgar einen Weltmeisterschaftskampf gegen Xie Jun verlor. Mit dem später eingeführten K.o.-Format kam Ketewan nach eigener Aussage nie zurecht.

Unzählige Erfolge

Zu den herausragenden Erfolgen von Keti Arakhamia gehören unzählige nationale Titel und internationale Team- und Einzelerfolge in Georgien, Schottland und Großbritannien. Ein herausragendes Ergebnis war sicherlich ihre hundertprozentige Ausbeute mit 12 aus 12 bei der Schacholympiade 1990 im serbischen Novi Sad mit einer Performance von 2935 Punkten und einer individuellen Goldmedaille am Reservebrett. Damals spielte Ketewan für die untergehende Sowjetunion, die gegen die Ungarinnen (Polgar-Sisters und Ildiko Madl) zweimal bei Schacholympiaden das Nachsehen hatte, was eine nationale Katastrophe gewesen sein dürfte. Die Frauen, vor allem waren es georgische Spielerinnen, spielten noch mit Dreierteams und jeweils einer Reservespielerin. In der Folge und bis 2008 spielte Ketewan noch eine Vielzahl von Schacholympiaden für Georgien, obwohl sie längst in Schottland lebte. Ab 2008 wechselte sie dann die Föderation und trat zunächst für das schottische Open-Team an. Bei der Schacholympiade in Dresden holte sie ihre dritte und entscheidende Großmeisternorm und erinnert sich an die große Unterstützung durch ihr Team. Ihre Partie gegen den griechischen Großmeister Stelios Helkias sicherte Keti letztlich die GM-Norm und hat daher eine große Bedeutung für sie.

Ihre erste GM-Norm hatte Keti in London 1996 beim Wettkampf Frauen gegen Veteranen geholt. Das Turnier wird im Scheveninger System doppelrundig gespielt, wobei die Spieler beider Teams nur gegeneinander antreten. Für die Veteranen waren Lajos Portisch, Vlastimil Hort, Mark Taimanov und die beiden Ex-Weltmeister Boris Spasski und Wassily Smyslov am Start. Zum Frauenteam gehörten neben Keti noch Pia Cramling, Sofia Polgar, Xie Jun und Nana Ioseliani. Die Veteranen gewann mit 27.5 zu 22.5. Keti spielte mehrfach für das Frauenteam in diesem Format auf Aruba 1992, in Wien 1993, in Monte-Carlo 1994, in Kopenhagen 1997 und in Roquebrune 1998. Eine tolle Gelegenheit gegen Legenden anzutreten und wertvolle Erfahrungen zu sammeln. Zweimal war Keti die Top-Scorerin für das Frauenteam.


Mir gefällt der Sieg gegen den Ex-Weltmeister Vassily Smyslow aus dem Jahr 1996 besonders gut.


Smyslov (Jahrgang 1921) hatte zuletzt seinen Läufer nach f5 entwickelt und eine Drohung gegen den Bauern c2 aufgestellt. In diesem Moment erkannte Ketewan ihre Chance. Wie ging es weiter?


Wer Spaß an Seeschlangen hat, der findet in den Datenbanken Ketis Erstrundensieg gegen Hikaru Nakamura beim Gibraltar-Open 2007. Die Partie begann erst richtig Fahrt aufzunehmen als Turmendspiel und mündete dann in ein Damendspiel, das Keti nach 100 Zügen und trotz einer Elodifferenz von 214 Punkten gewinnen konnte. Andere berühmte Scalps hängen an ihrem Gürtel: Nigel Short, Lajos Portisch, Mark Taimanov und Vlastimil Hort sind die vermutlich prestigeträchtigsten darunter. In der Liste der Großmeister, die Keti bezwingen konnte, finden sich auch Mikhail Gurevich und Emil Sutovsky.

In Gallipoli war mir aufgefallen, dass Keti sich abends immer pünktlich kurz vor neun Uhr verabschiedete, während wir beim Abendessen weiter die Untiefen von zu oft schlechtem Schach ausloteten. Später erfuhr ich, dass Keti abends um 8 Uhr London-Zeit noch Unterricht gab. Wer eine amtierende Weltmeisterin als Trainerin sucht, der kann sie via Li-Chess kontaktieren.

Ältere Frauen (65+)

Endstand Frauen 65+

11 Runden Schweizer System. 21 Spielerinnen aus 12 Nationen. Ein GM, 4 WGM, 4 WIM. Drei deutsche Spielerinnen.

Galina Strutinskaia dominierte das Turnier und gewann ihre insgesamt fünfte Seniorenweltmeisterschaft souverän mit drei Punkten Vorsprung.


Die abschließende Siegerehrung fand in einem lokalen Theater in Gallipoli statt und gab der Schlussveranstaltung einen würdigen Rahmen. Neben einem kurzen Film über die abgelaufene Weltmeisterschaft gab es eine hervorragende Gesangseinlage eines US-Teilnehmers, Nathan Resika. Der Turnierdirektor Matteo Zoldan würdigte in seiner Rede den kürzlich verstorbenen US-Großmeister Daniel Naroditsky, dessen schockierender Tod kurz vor Turnierbeginn bekannt wurde. Es gab eine Schweigeminute für Daniel.

Nachruf der FIDE auf Daniel Naroditsky (1995–2025)

Während der Weltmeisterschaft wurde ebenfalls bekannt, dass mit dem rumänisch-spanischen Großmeister Mihai Suba ein ehemaliger Co-Seniorenweltmeister (in Bad Zwischenahn 2008 gewann er zusammen mit Larry Kaufmann) verstorben war. Dieser wurde leider nicht erwähnt. Suba war zudem Senioren-Europameister von 2011. Eine Schweigeminute für einen erfolgreichen Seniorenspieler und legendären Großmeister wäre sicherlich ebenfalls eine angemessene Geste gewesen.

Nachruf der FIDE auf Mihai Șuba (1947 – 2025)

Ein ausführlicher Nachruf von André Schulz bei Chessbase.

Momente aus den Turnieren

Normalerweise hat man als Berichterstatter nach Seniorenturnieren ein Problem genügend Partien zur Auswahl zu bekommen. Diesmal war es erfreulich anders, da fast alle Partien via DGT-Brettern übertragen wurden. Es folgt eine kleine Auswahl, die ich mit dem Hinweis versehen möchte, dass es noch viele sehr interessante Partien zu entdecken gibt. Es folgt eine subjektive Auswahl.

Paul Motwani verpasst zwei Chancen

Der schottische Großmeister Paul Motwani betreibt einen eigenen Blog auf dem er auch über Schach und andere Dinge, die ihn interessieren, schreibt. Motwani war 1978 Kadettenweltmeister (U16) und ist der erste Schotte überhaupt, der den Großmeistertitel holte. Er ist siebenfacher schottischer Meister und teilte sich dabei 2003 mit Keti Arakhmia-Grant in Edinburgh den Titel. In Gallipoli spielte Paul überwiegend ein gutes Turnier, aber er verpasste in den drei Schlussrunden einige Chancen für eine bessere Platzierung. Erschöpfung, die viele Spieler nach intensiven Runden verspürt haben dürften, könnte eine Ursache sein. Paul hat selbst etwas dazu geschrieben.


Zuletzt hatte der Weiße hier seinen Turm von c1 nach e1 gezogen. Wie sollte Schwarz hier am besten fortsetzen?


In der letzten Runde war Paul gegen den anderthalb Punkte vor ihm liegenden georgischen Großmeister Mikheil Kekelidze gelost worden und hatte diesen lange Zeit unter Druck gesetzt. Die Stellung aus dem Springerendspiel war irgendwann gewonnen und dann wieder nicht. Welcher Zug ist hier richtig? Es gab noch mehrere andere spannende Momente, die in der weitergehenden Analyse zu finden sind. Lehrreich.

Letzte Fehler entscheiden Schachpartien


Der Weißspieler wehrt sich schon einige Zeit gegen die Versuche des italienische internationalen Meisters Fabrizio Bellia. In der aktuellen Stellung ist die schwarze Dame angegriffen. Was sollte man tun?


Wie soll der Schwarze hier auf das Schachgebot reagieren. Die Frage alleine hilft hier natürlich bei der Antwort, denn die Spieler der Partie sind nicht so gut informiert.

Endspiele

Es ist immer eine willkommene Wiederholung, wenn man interessante Endspiele, die man eigentlich kennen sollte, anschaut. Die typischen Fehler anderer sind dann nicht so kostspielig.


Turmendspiele mit Turm- und Springerbauern auf einer Seite bieten gute Chancen auf eine Punkteteilung, aber man sollte am besten wissen wie man sich verteidigt. Vorschläge? Die Analyse ist deutlich ausführlicher und betrachtet noch mehrere andere Aspekte dieses spannenden Endspiels aus der letzten Runde in der Altersgruppe 50+.

Remischancen oder schon verloren?

In Schachpartien zweifeln beide Spieler nach meiner Beobachtung ständig wie es weitergeht und suchen nach Ideen bei der Problemlösung. Es ist natürlich in den meisten Fällen hilfreich eine Einschätzung zur Stellungsbewertung zu haben. So auch hier.


In dieser Stellung aus der Partie des spanischen Großmeisters Juan Manuel Lopez Bellon, dem Vater von Anna Cramling, gegen den US-Amerikaner Mark Ginsburg muss Weiß mit der Drohung eines weiteren Vormarsches des gegnerischen d-Bauern umgehen. Wie sollte er sich verteidigen?

Eine Frage der Technik – oder?

In dem folgenden Endspiel mit einer Mehrqualität für einen Spieler und Bauern auf einem Flügel entstehen oft schwierige praktische Fragen für beide Seiten.



Ein interessantes Endspiel ist in der Partie zwischen dem niederländischen Internationalen Meister Mark Van der Werf und dem bulgarischen Großmeister Kiril Georgiev entstanden. Wie sollte Schwarz hier fortsetzen? Was ist seine Gewinnidee?


Ich nenne solche Situationen und Aufgaben „Fifty-Fifty“. Soll hier der König oder der Springer nach g2 ziehen?


Erneut ist hier der Bulgare mit den schwarzen Steinen am Zuge. Was soll er unternehmen, um zu gewinnen?



Schwarz muss sich verteidigen. Was ist jetzt von dem h-Bauernzug zu halten?

Offizielle Website der Veranstaltung.

Fotos: Natalia Jędrzejowska, Dario Morrone für die Organisatoren, FIDE. Weitere Fotos von Jonathan Grant und mir. Manche Fotos wurden mit NanoBanana.AI bearbeitet.

Dieser Text wurde in deutscher Sprache geschrieben. Wer will kann eine automatische Sprachübersetzung nutzen. Manchmal kommen gerade dann witzige Stilblüten zu Tage und können von mir nicht korrigiert werden. Ein Beispiel: In der deutschen Sprache verwendet man das Wort „Zug“ als Kurzform für den Schachzug. Die automatische Übersetzung ins Englische könnte dann „train“ sein statt „move“, um ein Beispiel zu nennen.


Service-Hinweis

Die Analysen der Partien können heruntergeladen werden. Dafür muss man in der entsprechenden Ansicht den hier orange markierten Button nutzen.


Foto: Natalia Jędrzejowska Nach dem Doppelsieg bei der

Die Seniorenweltmeisterschaften im Schach finden 2025 erneut in Italien statt. Gespielt wird diesmal in der süditalienischen Küstenstadt Gallipoli. Auf den Schachbrettern geht es oft hoch her. Kampfschach, Dramen, Eröffnungskatastrophen und Fehler gehören zum Schachspiel dazu und kaum jemand kann sich dem entziehen bisher. Eine Auswahl.

Von Thorsten Cmiel

Das Seniorenschach erfreut sich großer Beliebtheit. Diesmal sind bei der Weltmeisterschaft 52 Frauen und 380 Spieler und eine Spielerin in den offenen Klassen angetreten. Das dürfte eine neue Rekordteilnehmerzahl bei Seniorenindividualturnieren der FIDE sein, Die Organisatoren waren überrascht, da 100 bis 150 Teilnehmer mehr als bisher üblich an dem Turnier teilnehmen wollten. Woran es liegt ist nicht so einfach zu beantworten. Vielleicht liegt es am Wetter, da die Einzelweltmeisterschaften regelmäßig in der Nachsaison stattfinden und diesmal etwas früher als sonst gespielt wird.

Der Preisfonds liegt bei sehr ordentlichen und vom Weltschachbund aufgestockten 50.000 Euro, wobei die Preise bei den jüngeren Seniorengruppen etwas höher ausfallen. Dafür sind die Spielbedingungen bei den älteren Senioren etwas besser. Es gibt mehr Platz für die Spieler in einem der drei Turniersäle. Die Zahl der Titelträger ist in diesem Jahr ebenfalls beeindruckend. Immerhin 29 Großmeister und 68 Internationale Meister sind über alle Gruppen am Start. Erfreulich ist auch die stark gestiegene Zahl der teilnehmenden Frauen in diesem Jahr. Drei von diesen verfügen über den Titel eines Großmeisters (Nona Gaprindashvilli, Keti Arakhamia-Grant und Pia Cramling). Fast sämtliche Partien werden übertragen und erstmals gibt es eine Livekommentierung auf einem Twitch-Kanal.

Tabellenstände nach sechs von elf Runden

Open 50+

Open 65+

Frauen 50+

Frauen 65+

Eigene Fails

Bevor ich mich Katastrophen und tragischen Momenten anderer Teilnehmer zuwende, will ich einige dramatische Situationen und die üblichen katastrophalen Entscheidungen aus meinen eigenen Partien kurz vorstellen.


Meine Partie gegen den kasachischen Großmeister Pavel Kotsur endet später durch einen groben Fehler. Hier war zunächst Schwarz am Zuge und die Frage ist zunächst, wie man die schwarze Stellung verteidigen sollte. Welche Kandidaten kommen dafür in Betracht?


In meiner Partie aus der fünften Runde stellte sich zunächst die Frage: Soll ich mit dem Turm nach c1 ziehen und ein Paar Türme zum Tausch anbieten? Ich entschied mich natürlich zunächst falsch.


Der schwarze König steht gefährdet. Weiß droht zunächst diverse Springerabzüge. Kann der Nachziehende in dieser Stellung noch gewinnen? Falls ja, wie?

Katastrophen aus der Eröffnung heraus

Wenn man keine Ahnung von seltenen Theorievarianten hat (5…Lg4 ist der richtige Zug), sollte man geschlossene Systeme (3…e6) gegen die Fantasie-Variante im Caro-Kann spielen. Ein eigenes Beispiel zum Mitlachen aus der sechsten Runde. Im Turnier war das dann meine zweite Eröffnungskatastrophe für die es keine Erklärung gibt.

Eine andere Kurzpartie in der sechsten Runde gelang dem bulgarischen Elofavoriten Kiril Georgiev, der mit seinem Keres-Angriff seinen österreichischen Gegner offenbar überraschen konnte.

Endspiel-Momente

Viele Partien werden erfahrungsgemäß erst im Endspiel entschieden und einige Partien in Gallipoli dauern länger als fünf Stunden. Die Wahrscheinlichkeit für Fehler nimmt nach vier Stunden Bedenkzeit im Turnierschach und nicht nur bei Senioren deutlich zu und manche vorher erarbeitete hoffnungsvolle Ausgangsstellung wird brutal durch Erschöpfung entschieden.


In dieser Stellung muss sich die Weißspielerin zunächst entscheiden, ob sie auf c5 den Bauern vertilgen will oder einen anderen Zug spielen sollte. Die richtige Antwort hat mit einem gar nicht so einfach erkennbaren Stellungsmerkmal zu tun.


In der Begegnung der legendären georgischen Nona Gaprindashvilli und der amtierenden Weltmeisterin aus Deutschland, Brigitte Burchardt, kam es bei den älteren Frauen letztlich zu einem Springerendspiel mit wenigen verbliebenen Bauern auf einem Flügel. Kann Schwarz sich verteidigen? Falls ja, wie?


Helen Milligan ist eine schottisch-neuseeländische Spielerin, die hier gegen einen Großmeister kurz vor dem Remis steht. Helen spielt nicht bei den Frauen, sondern in der offenen Klasse mit. In diesem Moment musste sie noch eine letzte wichtige Entscheidung treffen: Wohin mit dem König?

Der Spatz

In der deutschen Sprache gibt es ein Sprichwort: „Besser den Spatz in der Hand als die Taube auf dem Dach.“ Übersetzt auf das Turnierschach beschreibt das folgendes Spielszenario: Soll man gegen einen starken Gegner, der einen schlechten Tag hat, das Remis mitnehmen, oder um den vollen Punkt kämpfen? Die amtierenden deutschen Seniorenweltmeister 65+ (Brigitte Burchardt und Rainer Knaak) kommen bisher mit der Bürde des Amtes nicht zurecht. In der folgenden Partie von Rainer Knaak kam es zu einem solchen Showdown und Rainer offerierte seinem Gegner in dessen Zeitnot eine Art taktisches Remisangebot in Verluststellung und der Weißspieler entschied sich für den Spatzen.


In dieser Stellung erhalten sie bei wenig Restbedenkzeit ein Remisangebot und ihnen bleiben noch etwas mehr als drei Minuten für 18 Züge. Der typische Zug in der Stellung folgt mit dem Springer nach d5 und den machen sie am besten sofort, statt über den Zug länger nachzudenken. Vielleicht hatten sie in ihrer längeren Nachdenkphase als Weißer sogar noch das schwarze Opfer auf h2, dann folgendes Damenschach auf h4 und den Turmzug nach f3 gesehen. Also annehmen oder ablehnen?

Letzte Chance

In manchen Situationen am Schachbrett steht man vor der Partieaufgabe und manchmal gibt es noch zufällige Lösungen, die auf Stellungsbesonderheiten beruhen und daher dem Gegner entgangen sind.


Zuletzt hatte die Schwarzspielerin mit dem Springerzug nach e4 eine Gabel auf Turm und Dame ausgeführt. Sollte die Weißspielerin hier aufgeben, oder gibt es noch irgendeine Hoffnung?

Tragisches

Die meisten Teilnehmer können Geschichten eigener Fehlleistungen und glücklicher Wendungen erzählen. Bereits in der ersten Runde kam es trotz großer Spielstärkeunterschiede an den zwanzig vorderen Brettern zu manchen kleineren Überraschungen. Neben einigen Unentschieden gab es in beiden offenen Klassen tragische Unfälle.


Edwin Van Haastert ist ein starker niederländischer Internationaler Meister, aber die Startrunden liegen ihm offenbar nicht. Noch schlimmer war es ihm vor fast genau einem Jahr bei der Europameisterschaft ebenfalls in Italien ergangen. Wie sollte er hier mit Schwarz fortsetzen?


Hier sollte der Schwarzspieler (Favorit) wie fortsetzen? Der weitere Partieverlauf endete dramatisch und nicht wie es sein sollte.

Eine unglaubliche Spielphase – einige Aufgaben

Eine der Spitzenpaarungen bei den Jungsenioren war das Duell des georgischen Großmeisters Mikheil Keklidze und des brasilianischen Großmeisters Darcy Lima. Bei beidseitig wenig Restbedenkzeit entwickelte sich ein Spiel mit offenem Visier und beidseitigen taktischen Aktionen. Die nächsten vier Diagramme stellen einige Fragen auf dem Weg der Partie, bilden aber nur einen kleinen Teil der Ereignisse ab.


In dieser Stellung ist zunächst Weiß am Zuge und musste mit 4.36 Minuten plus 30 Sekunden Inkrement pro Zug noch zehn Züge absolvieren. Prüfen sie drei Kandidaten: den Damenzug nach h4, das Schlagen des Bauern auf g7 und das Schlagen des Bauern auf f7 mit Schach. Wer virtuelle Bonuspunkte einsammeln möchte, der versucht eine Stellungsbewertung für die drei Züge vorzunehmen.


Diesmal ist Schwarz dran. Hier gilt es ebenfalls zunächst Kandidatenzüge zu suchen. Ein Zug scheidet dabei schnell bei der Auswahl aus, oder?


Der Brasilianer hatte seinen b-Bauern geopfert und auf g7 den geopferten Läufer geschlagen. Jetzt droht offensichtlich das Schachgebot mit dem weißen Turm auf b7. Wie sollte er reagieren?


Wie sollte Weiß hier am besten fortsetzen und Jagd auf den gegnerischen König machen?

Christian Maier – letzte deutsche Hoffnung

Bei der letzten Senioren-Weltmeisterschaft war zweimal Gold für die deutschen Spielerinnen und Spieler herausgesprungen. Beide Titelverteidiger legten diesmal allerdings eine Fehlstart hin und nur der Internationale Meister Christian Maier liegt bisher einigermaßen aussichtsreich im Rennen. Bisher gab es keine Gefangenen und fünf Siegen steht bei Christian eine Niederlage gegenüber.


In dieser Stellung aus der sechsten Runde drohte Christians Gegner seinen Turm auf der a-Linie zum Einsatz zu bringen. Wie sollte sich der Nachziehende hier am besten verteidigen?

Rahmenprogramm

Neben vier Ausflügen (nach Lecce, Otranto, Polignano a Mare und Gallipoli) gehören zwei Blitzturniere und ein Simultan zum Rahmenprogramm.

Fotos und Videos: Veranstalter.

Veranstaltungshomepage

Wikivoyage

Informationen Jungsenioren (50+)

Informationen Jungseniorinnen (50+)

Informationen Senioren (65+)

Informationen Seniorinnen (65+)


Service-Hinweis

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Die Seniorenweltmeisterschaften im Schach finden 2025 erneut

Foto: Dariusz Gorzinski

Ein kurzer Moment ging vor einiger Zeit viral und wurde in verschiedenen Versionen bereits millionenfach angesehen. Der indische Superstar Divya Desmukh entschuldigt sich bei einer Uhr, die ihr aus der Hand gerutscht ist. Jetzt hat sie sich dazu geäußert.

Von Thorsten Cmiel

Am Rande der europäischen Vereinsmeisterschaft gab Divya ein kurzes Interview und äußerte sich auch zu der Frage, ob sie sich bei der Uhr entschuldigt hat. Ihre Antwort hat das Zeug dazu erneut zum Kult zu werden: Sie entschuldigte sich nicht bei der Uhr, sondern bei Spielern, die nicht da waren. Oder so.

In dem Video zeigt Divya (19) zunächst eine nette Partie mit einem Damenfang aus der vierten Runde gegen Leya Garifullina (20). Ab Minute 5.30 erklärt Divya dann kurz die lustige Situation mit der Uhr aus ihrer Sicht.

Ich gestehe, was wirklich passiert ist…Ich bin durchaus in der Lage, mich bei der Uhr zu entschuldigen, aber das war nicht der Fall. Es waren Spieler auf der anderen Seite des Raums…ich hatte einige Figuren umgeworfen und mich bei ihnen entschuldigt, ich dachte zumindest, dort würden Leute spielen. Es war aber niemand mehr da.

Foto: Dariusz Gorzinski Ein kurzer Moment ging vor

Historisches Foto: José Raúl Capablanca. Illustration: NanaBanana.ai

Der Kubaner José Raúl Capablanca (1888 – 1942) war der dritte Weltmeister in der Geschichte des Schachspiels. Capablanca gehört zu den anerkannt besten Spieler aller Zeiten. Ihm sei diese neue Serie von Schachaufgaben gewidmet. Wir lösen damit die Lasker-Aufgaben ab.


In dieser Partie aus der European Team in Batumi muss Weiß seinen Angriff weiter fortsetzen. Präzision ist gefragt. Ein Supergroßmeister scheiterte hier. Das können viele besser, oder?


Der Anziehende hat einen Mehrbauern, der sogar ein gedeckter Freibauer ist. Aber wie genau geht es weiter? Diese Aufgabe repräsentiert Grundwissen im Endspiel. Trotzdem werden viele Vereinsspieler daran scheitern, daher gilt auch hier: Übung macht den Meister.


Turmendspiele sind oft schwierig. Hier allerdings kann man herausarbeiten wohin der weiße König nicht ziehen sollte. Die Partie ging danach munter weiter und bot noch mehr Lehrreiches.


Beschließen wir diese Aufgabenserie mit einem Studienteil oder einer Studie – ich kenne den Ursprung leider nicht. Es handelt sich also um den Standard. Weiß am Zuge gewinnt.

In praktischen Partien begegnen den Spielern in jeder Turnierpartie unterschiedliche Aufgaben und nicht immer sind es einfache Taktiken. Insofern finde ich neben thematischen Aufgabenzusammenstellungen einen Mix aus unterschiedlichen Aufgabentypen hilfreich.

Hinweis

Die Partien können heruntergeladen werden, indem man auf den Downloadbutton unter Diagrammen klickt.


Mehr Lasker-Aufgaben

Historisches Foto: José Raúl Capablanca. Illustration: NanaBanana.ai Der

Foto: ECU

Die deutschen Frauen spielten bei der Europameisterschaft in Batumi sehr erfolgreich und es war spannend bis zum Schluss. Ein dritter Platz ist ein hervorragendes Ergebnis für das deutsche Team. Auch wenn im ersten Moment die bronzene Medaille sich wie ein verlorenes Silber anfühlen dürfte, sollte das Team sehr zufrieden sein.

Von Thorsten Cmiel

Von außen kann man nur spekulieren woran es gelegen hat, dass die deutschen Frauen diesmal über ihren gefühlten Möglichkeiten gespielt haben. Fakt ist: Erstmals seit langer Zeit war Elisabeth Pähtz nicht dabei und es lief besser. Ob das miteinander zu tun hat, dürfte in den nächsten Wochen für Spekulationen sorgen, aber man sollte sich meines Erachtens auf die positiven Aspekte konzentrieren und diese Diskussion nicht führen. Denn vielleicht lag das neue Selbstvertrauen am neuen Trainerteam der deutschen Frauen, die offenkundig den Spielerinnen Mut und Selbstvertrauen einhauchten, das man früher manchmal vermisst hat. Apropos Trainerteam: Das Frauenteam hatte Unterstützung durch den neuen Frauenbundestrainer Zahar Efimenko (40) und, das war bisher meines Wissens unbekannt, ebenfalls von Wolodymyr Baklan (47) einem weiteren ukrainischen Schachgroßmeister. Das deutsche Team war in der Setzliste auf Platz sechs geführt und spielte das ganze Turnier lang vorne mit. Vieles passte jedenfalls was sonst nicht klappte. Es gab nur drei Einzel-Niederlagen im gesamten Turnierverlauf und eine schlechte Schlussstellung von Lara Schulze in der letzten Runde. Diese Stabilität war der Hauptgrund für das gute Abschneiden und etwas Glück, da die Einzelerfolge gut über den Turnierverlauf verteilt waren und sich zu einigen Mannschaftspunkten addierten. Erst in der Schlussrunde enttäuschten die deutschen Frauen erstmals etwas mit einer Niederlage gegen Bulgarien (#5 der Setzliste). Mit frühen Siegen gegen Georgien (1) und Aserbaidschan (4) waren die Weichen für eine Topplatzierung gestellt. Nach der Niederlage gegen die Polinnen (2) und ein Unentschieden gegen die Ukrainerinnen(3) spielten die deutschen Frauen in der letzten Runde um Silber.

Georgien früh raus

Die favorisierten Georgierinnen kassierten nicht nur früh eine Niederlage gegen das deutsche Team, sondern agierten insgesamt ohne Fortune. Die Spitzenspielerin der Heimmannschaft, Großmeisterin Nana Dzagndize, spielte ein katastrophales Turnier, das in der letzten Runde durch eine echte Chaospartie gegen die Spanierin Sara Khadem „gekrönt“ wurde. Die Polinnen hatten schon bei der letzten Schacholympiade in Budapest stark aufgespielt, die Inderinnen geschlagen und waren dort erst hinten heraus etwas abgefallen. Die Ukrainerinnen waren ohne die Muzychuk-Schwestern keineswegs schwächer unterwegs und sind verdiente Vizemeisterinnen geworden. Bricht man die Team-Turniere auf einzelne Partien herunter, dann gab es in vielen Kämpfen fast aller Nationen das eine oder andere Drama und „falsche“ Ergebnis zu beklagen. Das dürfte sich fair über sämtliche Teams verteilt haben und gehört zum Schachsport dazu.

Dinara Wagner

Auffällig waren zwei Partien von Dinara Wagner, die mit Weiß diesmal taktisch verwickelte Eröffnungen spielte. In beiden Fällen war sie gut vorbereitet. Ob die Stellungen gut zu ihrem Spielstil passen wird die interne Analyse ergeben. Aber sich auf derart komplexe vorbereitete Stellungen einzulassen, bedarf eines großen Vertrauens in denjenigen oder diejenigen, die ihr zugearbeitet haben. Das ist in jedem Fall bemerkenswert.


Diese Stellung gehörte sicher zur Vorbereitung der deutschen Spielerin, die bis hierhin mehr Zeit (1.33) auf der Uhr hatte als zu Beginn der Partie. Ihre Gegnerin kam bis hierhin mit zehn Minuten aus. Mit ihrem nächsten Zug lag die Polin allerdings etwas daneben. Nach 25 Minuten folgte der große Schritt mit dem schwarzen h-Bauern. An dieser Stelle hatte übrigens der für Serbien spielende Alexei Sarana bei der Europaeinzelmeisterschaft 2025 fehlerhaft den Bauern auf a3 verspeist.


Die zweite Partie ging schief, aber Dinara war erneut gut vorbereitet zur Partie angetreten. Erneut ging es gegen eine starke Gegnerin und die Partie bot einige spannende Momente, die der Analyse entnommen werden können. Beginnen wir mit einem Diagramm, einer Position, in der ich keinen ausreichenden Grund für ein langes Nachdenken von Dinara finden konnte.


Erneut spricht der Verbrauch der Bedenkzeit bis hierhin Bände: Dinara hatte vor diesem Zug noch eine Stunde und 19 Minuten auf der Uhr und ihrer griechischen Gegnerin blieben noch 36 Minuten. Hier allerdings verbrauchte Dinara 42 Minuten und ihr schöner Zeitvorteil war egalisiert. Das spricht dafür, dass die Eröffnungswahl vielleicht eine taktische Stellung produzierte, die ihr nicht allzu sehr liegt. Entschieden wurde die Partie erst später. Es gab hier drei denkbare Kandidaten. Schlagen mit dem Läufer auf g5, mit dem Springer oder der Rückzug des Läufers nach g3. Der letztgenannte Zug scheidet wegen des Vorrückens des f-Bauern recht schnell aus und das Schlagen auf g5 mit dem Springer auf g5 ist ebenfalls gefühlt die falsche Option. Hier trügt das Stellungsgefühl nicht, aber die Varianten sind sehr komplex und das liegt nicht jedem.


Hier blieben Dinara noch 33 Minuten und sie entschied sich nach fünf Minuten für das Zurückschlagen mit dem Turm. Etwas überraschend hätte das andere Zurückschlagen mit dem g-Bauern und Attacke dort ihr laut Instanz deutlichen Vorteil versprochen. Dafür muss man allerdings zwischendrin den eigenen Läufer auf c2 opfern. Ob sie diese Entscheidung mit 30 Minuten mehr auf dem Wecker richtig getroffen hätte, scheint mir unsicher zu sein. Leider verlor Dinara etwas später den Überblick und die Partie.


Ich bewundere den Mut von Dinara und dem deutschen Team diese Art von Profi-Schach anzugehen. Dass selbst Top-Großmeister mit Vorbereitungen komplexer Varianten oft nicht zurechtkommen, konnte ich 2024 in Toronto mehrfach bei Praggnanandhaa (gegen Nepomniachtchi (Nepo) und gegen Gukesh), aber auch bei Hikaru Nakamura (gegen Nepo) beobachten. In den drei genannten Fällen stand Nepo jeweils mit seiner Petroff-Verteidigung glatt auf Verlust, remisierte letztlich und Pragg verlor seine Auftaktpartie gegen den späteren Sieger Gukesh aus gleicher und verrückter Stellung heraus nach zwischenzeitlichem Opfer von drei Bauern.

Hanna Marie Klek

Die deutsche Spielerin holte in Batumi ihre dritte IM-Norm und muss jetzt noch eine Elozahl von 2400 Punkten erreichen, um den Titel des Internationalen Meisters zu erringen. Ihre bisher höchste Elozahl hat Hanna Marie im April 2017 mit 2372 Punkten vorzuweisen. Sie muss noch etwas mehr als vierzig Punkte zulegen, um den Titel zu erringen.


Die Entscheidung in der Partie gegen die favorisierten Georgierinnen fiel hier. Schwarz sollte den eigenen Turm nach f4 ziehen und die Bauern e4 und h4 gleichzeitig bedrohen. Danach wäre die Stellung bei bestem Spiel im Gleichgewicht. Die Georgierin sah es nicht und die Deutsche brachte zielstrebig ihren Springer via d2 über f3 nach g5 ins Spiel und gewann eine überzeugende Partie gegen ihre erfahrene Gegnerin, die immerhin den Großmeistertitel vorweisen kann. Eine überzeugende Verwertungsphase zum einfachen Nachbetrachten.


In dieser Partie hatte die Deutsche mit Schwarz etwas unvorsichtig agiert. Mit dem einfachen und logischen Zug des Läufers nach d3 konnte ihre Gegnerin aus Aserbaidschan ihren Bauern auf f5 verteidigen und ihren gewinnbringenden Vorteil festigen. Diesen Zug spielt man im Blitzen vermutlich automatisch. In Turnierpartien will man es manchmal besonders schlau anfangen und so zog Weiß ihre Dame nach d3 mit der Folge, dass der f5-Bauer nach Wegzug der Dame bald verloren geht. Kurze Zeit später war die Stellung sogar ausgeglichen.


Ihre Gegnerin hatte im Kontrollzug erneut den Damentausch angeboten, was sich erneut als falsch herausstellte. Jetzt blieben der deutschen Spielerin etwas mehr als drei Minuten, um ihren 40. Zug ebenfalls auszuführen. Was soll sie ziehen?

In der siebten Runde gewann Hanna Marie Klek eine sehr überzeugende Partie gegen die Rumänin Mihaela Sandu, die ich hier unkommentiert und für sich sich sprechen lassen möchte.

In der achten Runde klappte was der deutschen Spielerin in der vierten Runde nicht gelang. Aus hoffnungsloser Lage schaffte sie den kompletten Turnaround und benötigte in der finalen Runde nur noch ein Remis, um die Norm zu schaffen.


Weiß ist bisher äußerst aggressiv aufgetreten. Wie sollte die Deutsche sich hier am besten weiter verteidigen?


An dieser Stelle sollte die deutsche Spielerin mit Schwarz am besten welchen Zug spielen?

Partien bei denen es um viel geht sind für die meisten Spieler und Spielerinnen nicht ganz einfach. Manchmal flattern die Nerven in solchen Situation. Nicht so bei der deutschen Spielerin. Hanna Marie spielte mit Schwarz eine gute Partie und war an keiner Stelle im Risiko, im Gegenteil, im Endspiel hatte die Deutsche in der folgenden Situation eine Chance auf den vollen Punkt.


Hier entschied sich die Schwarzspielerin für die direkte Attacke auf den Bauern e3 und zog ihren Springer nach d1. Das war allerdings leider nur der zweitbeste Versuch.


Josefine Safarli

Josefine wird auf ihrem Youtube-Kanal ihre Partien in Kürze in alle Einzelteile zerlegen, daher will ich nur eine Stellung kurz besprechen und eine überzeugende Leistung unkommentiert zeigen. Schade, die deutsche Spielerin zerstörte in der letzten Partie den hervorragenden Eindruck, den ihr Spiel bis dahin hinterlassen hatte. Die Auslosung und die Aufstellungen ergaben bei ihr einen merkwürdigen Farbwechsel. Josefine begann mit zwei Weißpartien, spielte dann vier Partien hintereinander mit Schwarz – vier Remis – und beendete das Turnier zweimal mit den weißen Steinen.

Josefine gewann in der achten Runde ihre zweite Partie und hatte bis dahin ein sehr stabiles Turnier gespielt. Lediglich gegen die Türkinnen benötigte sie einige Hilfe ihrer Gegnerin. Gegen die Rumäninnen stand Josefine nach der Eröffnung etwas schlechter, aber ihre Gegnerin war mit dem Unentschieden offensichtlich zufrieden. Die hier zum schnellen Nachspielen ausgewählte Partie zeigt Josefine in Bestform. und dann kam die Finalrunde.


Diese Situation entschied diese Partie. Wie sollte Weiß hier weiterspielen. Der nächste Zug der deutschen Spielerin war leider ohne jegliche Idee gespielt. Schwarz „droht“ den eigenen Läufer nach g6 zu ziehen und seinen weißen Counterpart zu befragen. Darauf musste man eine Antwort finden. Josefine investierte sechs ihrer verbliebenen 41 Minuten und zog den a-Turm nach c1. Welcher Zug besser gewesen wäre erklärt Josefine in Kürze in einem Video bei Youtube.


Das Diagramm soll nur optisch zeigen, dass vorher etwas gründlich schief gelaufen sein muss bei Weiß. Josefine versuchte sich zu wehren, aber das ist kein ausreichender Grund die hier erkennbare Passivität der weißen Figuren aus der Stellung zuvor zu rechtfertigen. Man kann argumentieren, dass es in der Folge konkret wurde. Aber das ist kein gutes Argument in einer Stellung mit einer relativ statischen Bauernstruktur. Schade.

Hier der Bericht von Josefine über Batumi auf ihrem Blog.

Lara Schulze

Bei Lara lief es in Batumi nicht optimal. Gegen die Polin setzte es ein klare Niederlage mit Weiß nach einer Fehleinschätzung. Die Runde gegen die Griechin in der Vorschlussrunde mag getäuscht haben, denn diese gewann Lara deutlich. Ich hatte Kateryna in der Finalrunde erwartet. In der letzten Partie hatte die Deutsche über den gesamten Partieverlauf keine Chance auf Vorteil und kann sich letztlich glücklich schätzen, dass für ihre Gegnerin das Remis zum Mannschaftserfolg reichte.

Kateryna Dolzhykova

Kateryna holte am Ersatzbrett 3.5 Punkte aus fünf Partien und gewann mit der besten Performance von 2426 Individual-Gold.

Auf einige Probleme, die in Batumi unerfahrene Spielerinnen ereilt haben, weist die rumänische Internationale Meisterin Irina Bulmaga hin. Irina veröffentlicht auf ihrem Blog meist lesenswerte Texte zu ihren Turniererfahrungen und -beobachtungen.

Irinas Text begann diesmal in deutscher Übersetzung so:

Die große Batumi Erfahrung

Im Land der alten Weinbautradition, der einzigartigen Küche und atemberaubenden Landschaften möchte ich Sie auf eine etwas andere Reise mitnehmen, gespickt mit schmutzigen Tricks, Lebensmittelvergiftungen und unvergesslichen Besuchen auf Toiletten, bei Ärzten und in Krankenhäusern.

Mehr gibt es hier. Dazu sei angemerkt, dass die automatische Übersetzung des hier wieder gegebenen Textes vom Original wegen des Hin- und Herübersetzens etwas abweichen könnte. Ich empfehle daher den Text im Original zu lesen.

Fotos: Dariusz Gorzinski. Maria Emelianova (Chess.com). European Chess Union (ECU).


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Foto: ECU Die deutschen Frauen spielten bei der

Foto: FIDE.

Eine erfreuliche Nachricht erreicht die Schachwelt aus Norwegen. Es gibt ein neues Weltmeisterschaftsformat, das von den bekannten Organisatoren von Norway Chess in drei Disziplinen ausgerichtet werden soll. Anders als Freestyle ist das Format nicht gegen das klassische Schach konzipiert, sondern soll den Turnierkalender sinnvoll ergänzen.

Aus einer Pressemeldung des Weltschachbundes FIDE

Die neue Meisterschaft mit dem Titel „Total Chess World Championship Tour“ wird aus vier Veranstaltungen pro Jahr bestehen und einen Gesamtmeister in drei Disziplinen krönen – Schnelles Klassik, Schnellschach und Blitzschach. „Wir gehen davon aus, dass dies eine der prestigeträchtigsten Veranstaltungen im gesamten Schachkalender werden wird“, sagt Kjell Madland, CEO von Norway Chess und der neuen Meisterschaft.

Wichtige Highlights:

  • Ein brandneues Weltmeisterschaftsformat im Schach, organisiert von Norway Chess, wurde offiziell von der Internationalen Schachföderation FIDE genehmigt.
  • Die Total Chess World Championship Tour krönt einen Gesamtsieger in drei Disziplinen: Fast Classic, Rapid und Blitz. Der Gewinner wird zum FIDE-Weltmeister gekrönt.
  • Die Tour besteht aus vier Turnieren pro Jahr in verschiedenen Städten weltweit.
  • Mindestens 2,7 Millionen US-Dollar Preisgeld pro Jahr für die gesamte Tour (750.000 US-Dollar pro Veranstaltung für die ersten drei Veranstaltungen; 450.000 US-Dollar für das Finale), zuzüglich Leistungsprämien.
  • Ein Pilot-Turnier ist für Herbst 2026 geplant, die erste vollständige Meisterschaftssaison findet 2027 statt.

Die Initiative stammt von den Organisatoren des renommierten Norway Chess-Turniers, und die offizielle Vereinbarung über den Weltmeisterschaftsstatus wurde Anfang Oktober mit der Internationalen Schachföderation (FIDE) unterzeichnet. Die Vision der Total Chess World Championship Tour ist es, den Spieler zu finden, der die Disziplinen Fast Classic, Rapid und Blitz am besten beherrscht. Fast Classic ist eine Innovation des klassischen Schachs mit einer Zeitbegrenzung auf 45 Minuten plus 30 Sekunden Aufschlag pro Zug. Diese wird wie klassisches Schach gewertet.

„Wir suchen den „Total Chess Player“ – einen vielseitigen, taktisch intelligenten und technisch versierten Athleten, der sich nahtlos an verschiedene Zeitkontrollen anpassen kann“, sagt Kjell Madland.

Die Tour findet in verschiedenen Städten rund um den Globus statt, und bei der letzten Station wird der Gesamtsieger gekürt: der offizielle FIDE-Weltmeister im Kombischach. Im Herbst 2026 startet eine Pilotversion mit einem Turnier, um das neue Tourformat zu testen. Das offizielle Turnier folgt dann 2027.

„Wir möchten ein unterhaltsames Turnier mit modernster Technologie, innovativen und spannenden Fernseh- und Streaming-Übertragungen sowie schnelleren Formaten schaffen, um den Schachsport einem breiteren Publikum als je zuvor zugänglich zu machen. Wir gehen davon aus, dass dies zu einem der prestigeträchtigsten Ereignisse im gesamten Schachkalender werden wird. Wir fühlen uns sehr geehrt durch das große Vertrauen, das die FIDE in das Projekt gesetzt hat. Von Anfang an war der Verband ein aktiver und engagierter Partner und hat dafür gesorgt, dass das Projekt mit der Vision und den Standards der FIDE übereinstimmt. Wir möchten ihnen und insbesondere dem FIDE-Präsidenten für ihre enge Beteiligung und Unterstützung danken“, sagt Kjell Madland.

Preispool und Boni

Die Total Chess World Championship Tour bietet einen robusten Preispool: mindestens 750.000 US-Dollar für jede der ersten drei Veranstaltungen. Das Finale, in dem der FIDE-Weltmeister gekürt wird, ist mit mindestens 450.000 US-Dollar für vier Spieler dotiert. Zusätzliche Leistungsprämien gibt es für die höchste Punktzahl bei jedem Turnier und für die höchste Gesamtpunktzahl während der gesamten Tour.

„Für die Fans”

FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich unterstützt die Initiative nachdrücklich.

„Wir sind immer auf der Suche nach Möglichkeiten, innovativ zu sein und die Grenzen dessen, was Schach sein kann, zu erweitern. Obwohl Schach bereits eines der beliebtesten Spiele der Welt ist, ist sein Wachstumspotenzial immer noch enorm. Mit der Total Chess World Championship Tour bieten wir den Spielern einen neuen Titel, um den sie kämpfen können, und dem Publikum ein schnelleres Turnierformat. Wir hoffen, dass das Turnier sowohl die bestehenden Schachfans als auch ein neues Publikum begeistern wird“, sagt FIDE-Präsident Arkady Dvorkovich.

„Wir sehen dies als eine großartige Ergänzung zur traditionellen und prestigeträchtigen Schachweltmeisterschaft, bei der wir den unangefochtenen Champion des klassischen Schachs krönen. Die Meisterschaften werden sich gegenseitig ergänzen und den Fans noch mehr Spannung bieten. Dies ist keine kurzfristige Initiative, sondern eine langfristige Vereinbarung zwischen der FIDE und Norway Chess“, fügte er hinzu.


Norway Chess lädt potenzielle Austragungsorte, Investoren und Partner ein, sich an Gesprächen über eine Teilnahme an der Total Chess World Championship zu beteiligen. Hier ein erstes Promo-Video

Fakten über Norway Chess

  • Norway Chess wurde 2013 gegründet und hat sich schnell zu einem festen Bestandteil des Elite-Schachkalenders entwickelt.
  • Es gilt als eines der renommiertesten und innovativsten internationalen Schachturniere der Welt.
  • Die Veranstaltung trug zur Professionalisierung des Schachs bei, indem sie es als modernen Sport und rentables kommerzielles Produkt behandelte.
  • Norway Chess führte das weltweit erste Frauenturnier mit einem Preisgeld in Höhe des Preises für die offenen Kategorien ein.

Fakten über die FIDE

  • Die Internationale Schachföderation (FIDE) ist der Dachverband des Schachsports und regelt alle internationalen Schachwettbewerbe.
  • Sie wurde 1999 vom Internationalen Olympischen Komitee als globale Sportorganisation anerkannt.
  • Sie wurde 1924 in Paris unter dem Motto „Gens una Sumus” (lateinisch für „Wir sind eine Familie”) gegründet und war neben den Dachverbänden für Fußball, Cricket, Schwimmen und Autorennen einer der ersten internationalen Sportverbände.
  • Heute ist sie einer der größten Verbände mit 201 Mitgliedsländern in Form von nationalen Schachverbänden.

Bemerkenswert ist: In jedem der drei Turniere sollen 24 Spieler gegeneinander antreten. Neben Einladungen für Topspieler soll ein Qualifikationsweg etabliert werden. Zudem soll die Turnierserie für die Qualifikation zum Kandidatenturnier zählen.

Fotos: FIDE, Norway Chess.

Foto: FIDE. Eine erfreuliche Nachricht erreicht die Schachwelt

Das Foto zeigt Kasparow in der Analyse mit Bent Larsen. Kiebitz ist Boris Spassky. Quelle: geheugenvennederland.nl

Am 14. Oktober 1981, also vor genau 44 Jahren spielte Garry Kasparow (1963) eine Partie gegen den dänischen Volkshelden Bent Larsen (1935 – 2010). Die Partie ging Unentschieden aus und geriet in Vergessenheit, dabei passierte einiges auf dem Brett.

Von Thorsten Cmiel

Bent Larsen spielte sechs Turnierpartien gegen den gerade aufkommenden Garry Kasparow. Dabei sprang ein halber Punkt heraus. Nur die erste Partie der beiden Großmeister im Jahr 1981 endete Remis und das war eher ein glückliches Resultat für den Dänen. Ich erinnere mich an eine Analyse von Boris Spassky, der ebenfalls gegen Garry gespielt hatte und stolz wie Bolle war über den halben Punkt. So war das damals. 1980 hatte Garry Kasparow in Dortmund souverän die Jugendweltmeisterschaft vor Nigel Short und dem Chilenen Ivan Morovic gewonnen.

Beginnen wir mit einem Schnelldurchgang der Partie, um uns einen ersten Eindruck zu verschaffen.

Zunächst begann die Partie mit einer aggressiven Spielweise des jungen Kasparow, der auf entgegengesetzte Rochaden und gleich mehrfach auf ein passives Figurenopfer auf dem Feld g5 setzte. Zunächst verteidigte sich der Däne ausreichend gut. Aber später gelang es Kasparow sich im Turmendspiel gewinnbringenden Vorteil zu erarbeiten. Zweimal verprasste er aber seine Chancen. Insgesamt war die Bilanz fast ein echtes Fischer-Ergebnis. Kasparow gewann fünf und spielte einmal Remis, in unserer Partie.


Eine spannende Stellung mit entgegengesetzten Rochaden ist entstanden. Wie geht es hier weiter nach dem Schlagen auf c4 und wie nach dem Läuferschach auf h7? Was ist besser?


Bis hierhin war die Stellung in etwa ausgeglichen. Wie sollte Weiß hier fortsetzen?


Weiß hat erkennbar den aktiveren Turm, der mehr Ziele gleichzeitig angreifen kann. Wie sollte er hier fortsetzen?


Wie konnte Garry Kasparow hier seine Stellung im 41. Zug verstärken. Es könnte der Abgabezug gewesen sein. Dazu fehlen mir leider die Informationen. Möglicherweise kam es gar nicht zur Hängepartie.



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Das Foto zeigt Kasparow in der Analyse

Foto: John Brezina

Die Zahl der Remispartien sind in der Regel bei mir zu hoch und meine Risikobereitschaft zu niedrig. Bei der Senioren-Europameisterschaft 2025 in Rabac in Kroatien war das von Beginn an anders. Es lief zu oft aus dem Ruder. Ein Turnier mit Höhen und Tiefen in Diagrammen.

Von Thorsten Cmiel

Durch eigene schlechte Eröffnungskenntnisse kam es während meines Turniers in Rabac immer wieder zu kritischen Situationen auf beiden Seiten. Einige dieser teilweise interessanten Momente aus eigenen Partien will ich festhalten.

Beginnen wir mit einem Gesamtüberblick über den gesamten Turnierverlauf. Fünf Siege in neun Runden ist ein starkes Ergebnis. Drei Niederlagen sind allerdings zu viel. Der Verlauf war insgesamt sehr volatil auch während der Partien ging es mitunter rauf und runter.



Das Diagramm zeigt eine Situation aus der ersten Runde. Ich hatte in der Eröffnung mit Weiß nichts erreicht, obwohl mein Gegner mit Schwarz eine eher fragwürdige Spielweise gewählt hatte. Dann gab es sogar eine Phase in der mein Gegner aggressiver vorging und meine Stellung und mich arg erschütterte. Wie sollte man mit Weiß hier fortsetzen?


Etwas später war die Stellung wieder im Gleichgewicht. Hier musste mein Gegner den attackierten Läufer ziehen, aber wohin? Es sollte das Ausschlussprinzip zur Anwendung kommen.


In der zweiten Runde stand eine schwierige Partie gegen einen starken Gegner an, der in Turin bei der Schacholympiade Individual-Gold am zweiten Brett gewonnen hatte mit 9 aus 11. Ich hatte hier zuletzt etwas unvorsichtig agiert, immerhin wirkte mein Gegner nervös und witterte plötzlich seine Chance. Wie sollte er hier fortsetzen?


In dieser Stellung aus der dritten Runde musste ich mit Weiß meinen 22. Zug spielen. Wie sollte es hier weitergehen?


Nicht zu schwierig, aber wenn man im Modus unterwegs ist: Ich ziehe meine Figuren und übe Druck aus, dann muss man irgendwann aufhören und stattdessen konkretere Maßnahmen angehen. Die praktische Frage ist immer wann genau soll man loslegen. Den Vorteil im richtigen Moment gefragt zu werden hatte ich natürlich nicht. Ist also jetzt im 28. Zug von Weiß bereits der richtige Moment gekommen?


Ich sollte hier mit Schwarz und dem Läuferpaar, das in die offene Stellung meines Gegners hineinstrahlt, klar auf Gewinn stehen. Es folgt eine für meine Verhältnisse überraschend schlechte Verwertungsphase. Wie sollte Schwarz hier fortsetzen? Es gibt nicht nur einen guten Zug, aber Pragmatismus ist angesagt.


Ich hatte gefühlt sehr ungenau gespielt, nachdem ich den eigenen h-Bauern aufgezogen hatte. Jetzt hatte mein Gegner gute Ausgleichchancen, indem er seinen Springer gelegentlich auf g6 hineinpflanzen würde. Wie geht es hier am besten weiter?


Mein Gegner stand gefühlt immer leicht angenehmer. Die Entwicklung beeinflusst gelegentlich das Handeln und gelegentlich greift man dann fehl. Wie ist hier das Springeropfer auf f6 einzuschätzen?


Weiß ist am Zuge. Auf g2 hängt der Bauer mit Matt und Schwarz muss das irgendwie abwehren oder aufgeben. Ihr Vorschlag?

Die Sechste gegen den Internationalen Meister Josep Antonio Lacasa Diaz

Es sind solche Partien, die am meisten Spaß machen. Betrachtet man die Partie mit der unbestechlichen Instanz, dann geht dieser Spaß einer praktischen Schachpartie am Brett weitgehend verloren. Dennoch muss man nach der Partie die Wahrheit suchen und die ist manchmal ernüchternd. In der Partie stand mein Gegner bis zum 45. Zug die meiste Zeit klar besser, in Maschinenwertung sogar auf Gewinn. Dann ereignete sich eine brutale Entwicklung der Ereignisse.


Die entscheidende Partie für den Turnierverlauf schien meine sechste Partie zu sein. Mir war in der Eröffnung etwas verrutscht. Der schwarze König steht nicht ganz sicher und positionell sieht es auch nicht gut aus für mich mit den schwarzen Steinen. Immerhin habe ich einen zentralen Springer auf d5 etabliert. Wie sollte meine spanischer Gegner hier im 29. Zug fortsetzen? Der weitere Verlauf danach war ebenfalls von taktischen Möglichkeiten geprägt. Bis zum Kontrollzug sah es nicht sonderlich gut aus…


Diese Stellung nach dem Kontrollzug ist immer noch deutlich besser für den Weißspieler, aber es gibt keine taktische Lösung, die sofort Material gewinnt. Eine positionelle Idee ist grundsätzlich den Druck gegen den Punkt d5 zu erhöhen, aber für den Augenblick ist die Dame auf d2 ungedeckt.


Mein spanischer Gegner konnte hier seinen Turm abziehen, aber wohin? Es wird konkret in diesem Moment und in der Folge.


In dieser Stellung ist Schwarz am Zuge. Es ist verlockend, den eigenen c-Bauern ein Feld vorzurücken, aber ist das die beste Idee? Gibt ist eine vielversprechende Alternative dazu?


Schwarz kann den Bauern auf f3 nicht schlagen, da das Bauernendspiel nach Abtausch sofort für Weiß gewonnen wäre. Aber was sollte er stattdessen unternehmen?


Mein Gegner hatte zuletzt seinen Springer von f6 nach d5 gezogen. Und nun?


In dieser Stellung war ich mit Schwarz dran und beendete das Turnier mit einem Tiefpunkt. Ich sah, dass ich nach dem eigentlich geplanten Damenzug nach a5 in Probleme geraten würde nach dem Opfer des f-Bauern springt Weiß mit seinem Springer nach d5 und unterbricht die Deckung des Läufers auf f5 und Weiß gewinnt. Ich ersetzte danach die Deckungsfigur des Feldes f5 durch den Turm, den ich nach a5 zog. Diesmal bleibt der Bauer e7 gedeckt. Dabei übersah ich, dass nach f5 erneut eine Figur verloren geht, diesmal via Schachgebot mit der Dame auf g4. Richtig war es die Diagonale mit dem kurzen Zug des f-Bauern zu schließen. Weiß steht danach etwas besser, mehr nicht.

Fazit

Die Darstellung eines Turniers in Diagrammen ist attraktiv, da sie einen schnellen Überblick verschafft. Aber es gibt weitere Aspekte, die eine Rolle spielen sollten, wenn man das Turnier eines Spielers zerlegt. Ein Vergleich zu den Turnierverläufen anderer bei den Senioren-Europameisterschaften zeigt, dass die meisten Teilnehmer ebenfalls Glück auf dem Weg hatten. In der Gruppe der Jungsenioren standen die vier Sieger mindestens einmal im Turnier glatt auf Verlust. Bei den älteren Senioren zeigten die Gegner von John Nunn zu viel Respekt und er bekam bereits zu Beginn des Turniers in zwei schlechten Schlussstellungen mit Weiß Remis angeboten und griff zu.

Durchschnittlich dauerten meine Partien fast fünfzig Züge, was ein guter durchschnittlicher Wert ist. Dafür muss man im Seniorenalter erst einmal die Kraft aufbringen. Bei mir ist der Trend insofern sehr positiv, da ich vor zwei Jahren noch gesundheitsbedingt in neun Runden oft vier schnelle Remis angestrebt habe. Schach ist ein Ergebnisspiel und seit der deutschen Meisterschaft im Seniorenschach 2024 in Bad Wildungen konnte ich mein Elozahl in 54 gewerteten Partien um 128 Punkte steigern und auf dem Weg dahin vier Internationale Meister und einen Großmeister schlagen. Der letzte Trend ist also ermutigend und bei der in Kürze beginnenden Weltmeisterschaft der Senioren im italienischen Gallipoli sollte ein Ratingpunkt drin sein, um meine Elozahl wieder über 2200 zu hieven. Das nächste Ziel danach ist meine Wiedereinstiegs-Elo aus dem Jahr 2017, die bei 2250 lag. In 2026 stehen allerdings mit Kandidatenturnier, Schacholympiade und Weltmeisterschaft drei Turniere an, die ich als Beobachter angehen möchte.

FIDE-Karteikarte

Ergebnisse

In eigener Sache

Dieser Blog dient mir als eine Art Tagebuch für eigene Turniere – früher habe ich mit viel Aufwand – eigene Turniere aufgearbeitet und kleine Turnierbücher zum Eigengebrauch geschrieben. Das ist inzwischen komfortabler organisiert. Wer will kann meine Analysen nutzen, um selbst besser zu werden. Aber der Sinn ist es Analysetechniken auszuprobieren und einen möglichst objektiven Blick auf meine Partien zu werfen.


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Foto: John Brezina Die Zahl der Remispartien sind

Historisches Foto: José Raúl Capablanca. Illustration: NanaBanana.ai

Der Kubaner José Raúl Capablanca (1888 – 1942) war der dritte Weltmeister in der Geschichte des Schachspiels. Capablanca gehört zu den anerkannt besten Spieler aller Zeiten. Ihm sei diese neue Serie von Schachaufgaben gewidmet. Wir lösen damit die Lasker-Aufgaben ab.


Ein Scherz zu Beginn. Heute gewann die deutsche Spielerin Hanna Marie Klek in Batumi bei der europäischen Mannschaftsmeisterschaft hier nach welchem schicken Zug?


Wie sollte Weiß in dieser Stellung seinen Angriff fortsetzen.


In Endspielen kommt es oft auf gute Technik an. Hier ist einmal die weiße Stellung zu verwerten. wie?


Nicht zu schwierig ist es hier für Schwarz die beste Fortsetzung zu finden.

In praktischen Partien begegnen den Spielern in jeder Turnierpartie unterschiedliche Aufgaben und nicht immer sind es einfache Taktiken. Insofern finde ich neben thematischen Aufgabenzusammenstellungen einen Mix aus unterschiedlichen Aufgabentypen hilfreich.

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Historisches Foto: José Raúl Capablanca. Illustration: NanaBanana.ai Der