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Einige Spielerinnen nutzten den Ruhetag für einen Kasinobesuch. Am Tag drauf gab es zwei entschiedene Partien und eigentlich hätten es drei sein müssen. Die Russin Aleksandra Goryachkina ist jetzt wieder dran an der Spitzenreiterin Kateryna Lagno gegen die sie in der ersten Runde verloren hatte. Die spielte gegen die Ex-Russin Alexandra Kosteniuk ein kräfteschonendes Remis.

Von Thorsten Cmiel

Monte Carlo ist ein Stadtbezirk in Monaco. Bekannt ist vor allem die gleichnamige Spielbank, die seit 1863 existiert. Inzwischen gibt es zwei Kasinos, das Casino Café de Paris und das Casino de Monte-Carlo sowie mehrere Luxushotels. Dazu gehört das Hôtel Hermitage Monte-Carlo, dort hatte im Salon Excelsior die Auftaktveranstaltung mit Ehrengästen stattgefunden. Die Fotografin der FIDE, Niki Riga, fand Utensilien von einem besonderen Schachfan, den man nicht in einem Kasino vermuten würde.

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Hotels Société des Bains de Mer.

Bibissara Assaubayeva – Batkhuyag Munguntuul 0.5 – 0.5


Zuletzt hatte Schwarz kurz rochiert. Bis zum Zug davor gab es eine Partie aus Kazachstan mit dieser Variante aus der Taimanov-Variante. Wie sollte Weiß in dieser Stellung in der Partie Bibissara Assaubaeva – Batkhuyag Munguntuul fortsetzen? Und wie ist die Stellung danach objektiv einzuschätzen?

Sara Khadem – Tan Zhongyi 0 – 1


Schwarz ist zufriedenstellend aus der Eröffnung gekommen und hat bereits etwas Raumvorteil erzielt und als weiteren dynamischen Aktivposten das Läuferpaar. Wie sollte die Schwarzspielerin hier weiter fortsetzen?


In dieser Stellung zog die Chinesin Tan Zhongyi ihren Läufer nach g4. Ist das ein guter Zug? Falls nein, warum? Gibt es einen besseren Zug?


Die Chinesin Tan hatte bis hierhin eine hervorragende Partie gespielt und die meiste Zeit die besseren Chancen gehabt. Immer wenn sie einem Gewinn besonders nahe kam, ließ sie etwas nach. So auch hier. Bei ihrer Gegnerin lief die Partie fast spiegelbildlich, immer wenn sie den Ausgleich erreicht hatte, gab sie ihrer Gegnerin neue Chancen. In jedem Fall war die Partie für beide Spielerinnen sicher sehr aufreibend verlaufen. Wohin sollte die Chinesin hier ihre angegriffene Dame ziehen?

Aleksandra Goryachkina – Koneru Humpy 1 – 0


Ein Doppelturmendspiel. Weiß hat etwas Raumvorteil, den deutlich agileren König und die Kontrolle über die h-Linie. Das sollte für einigen Vorteil gut sein, aber wie groß ist der Vorteil eigentlich? Wie kann Weiß seine Stellung am besten verstärken?

Fotos: Niki Riga (FIDE CHESS)

Tabelle erstellt von Chessbase.


Unkommentierte Partien







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Einige Spielerinnen nutzten den Ruhetag für einen

Foto: Peter Kranzl

Bei den Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaften in Prag sind viele Legenden am Start, Ex-Weltmeister und manche bärenstarke weniger bekannte Topspieler. Da gehen spannende und interessante Partien unter. Einige Beispiele mit englischer Beteiligung.

Von Thorsten Cmiel

Wir betrachten einige entscheidende Momente aus Partien in Prag. Wie es ausging und was richtig im Zweifel die jeweils richtige Entscheidung war, kann in einem späteren Beitrag auf dieser Website nachgelesen werden.


Wie sollte Schwarz auf die Mattdrohung am besten reagieren? Diese Stellung stammt aus der Partie des Internationalen Meisters Peter G. Large, der für England bei den älteren Senioren am Start ist. Diese Partie entschied den Spitzenkampf von England und Israel in der sechsten Runde. Large ist bis hierhin einer der Topscorer der Engländer mit 5.5 aus 6.


Schwarz hat zuletzt seine Dame von f7 nach e7 gezogen. Die Frage ist jetzt, ob Weiß die Damen tauschen sollte, schließlich gewinnt er anschließend den Bauern b7 mit Schachgebot. In der Partie der beiden Großmeister Peter Wells und Zoltan Varga entschied sich der englische GM falsch. Aber was war richtig?


In dieser Stellung war Weiß am Zuge. Auch diese Partie stammt aus der dritten Runde bei den Jungsenioren und dem Wettkampf zwischen Ungarn und England. Mit Weiß spielte der ungarische Internationale Meister Laszlo Krizsany (1971) und die schwarzen Steine führt der englische Großmeister Mark Hebden (1958). Hebden könnte auch bei den älteren Senioren mitspielen.


Diese Stellung stammt aus einer Partie von Großmeister Jacob Aagaard (1973), der für die Dänen bei den jüngeren Senioren spielt. Aagaard (Foto) ist einer der erfolgreichsten Schachbuchautoren und seit einigen Monaten Großverleger. Er findet trotzdem Zeit sich bei einem Seniorenturnier mit anderen Spielern zu messen. Michael Adams (1971) ist natürlich eine andere Klasse und so kam es wie es kommen musste. Aber es war knapp, da auch Adams zuvor nicht optimal gespielt hatte. Wie sollte Weiß hier noch Widerstand leisten?


Die dritte Partie aus dem Wettkampf der Engländer gegen die Ungarn aus der dritten Runde. Mit Weiß spielt hier Großmeister Atilla Czebe (1975) gegen Stuart Conquest (1967), der lange das inzwischen nicht mehr stattfindende Januar-Turnier in Gibraltar organisiert hat. Hier ist der Engländer am Zuge und spielte wie weiter?


Foto: Peter Kranzl Bei den Senioren-Mannschaftsweltmeisterschaften in Prag

Von Thorsten Cmiel

Die Idee der Lasker Puzzles ist es, einmal in der Woche, in der Regel an Sonntagen, einige wenige Aufgaben unterschiedlicher Art an alle Interessierten des Vereins Lasker Köln zu verschicken. Es wird Taktikaufgaben und immer wieder auch mal Fragen zum Endspiel geben. Der Schwierigkeitsgrad wird unterschiedlich sein, damit für Spieler jeder Mannschaft und Spielstärke etwas dabei ist. Die Lösungen gibt es zwei Tage später. Los geht’s.


1. Aufgabe: Kann Weiß am Zuge gewinnen?

Kann Weiß seinen Angriff verstärken? Keine Idee? Come on.


2. Aufgabe: Schwarz ist am Zuge. Kann Schwarz sich noch irgendwie halten?

Manchmal muss man aufgeben und manchmal hat man Glück. Was kann Schwarz noch versuchen?


3. Aufgabe: Weiß ist am Zuge. Wie ist die Stellung zu bewerten?

In dieser Stellung zog der 16-jährige Robert James Fischer 55.c4-c5. War das ein guter Zug oder war es eine Schnapsidee?


4. Aufgabe: Schwarz ist am Zuge. Was soll er tun?

Weiß droht Matt. Kann Schwarz sich noch irgendwie verteidigen? Die Stellung stammt aus einer Partie der Großmeister Svechnikov und Adorjan und wurde 1983 in Sarajevo gespielt.

Wer Spaß am Lösen von Schachaufgaben hat, der wird ab 2025 hier in der Schachakademie immer wieder fündig werden. Für den Anfang findet ihr unter den Links weitere Aufgaben und einige Hinweise darauf wie schwer Schachaufgaben sein sollten.


Von Thorsten Cmiel Die Idee der Lasker Puzzles

Die Inderin Harika Dronavalli (34) hat ihr Ergebnis nach den zwei Auftaktniederlagen konsolidiert. Wie das Titelbild zeigt, gibt es offenbar kein Verbot für Jeansjacken. Die Aufregung aus New York scheint das überschaubare Turnier in Monaco also nicht ergriffen zu haben. Harmonisch ging es auch in der fünften Runde zu. Fünf Remispartien waren die Ausbeute. Für einige war mehr drin.

Von Thorsten Cmiel

Nach fünf von neun Runden steht jetzt ein Ruhetag an. Die drei Favoritinnen Assaubayeva (KAZ), Goryachkina (FID) und Tan Zhongyi (CHN) liegen bislang etwas zurück. Für die Kazachin ist Monaco die letzte Chance sich über den Frauen Grand Prix für das nächste Kandidatinnenturnier zu qualifizieren, da sie bereits ihr drittes Turnier spielt.

Tabelle: Chessbase.


Elisabeth Pähtz – Bibissara Assaubayeva 0.5 – 0.5


Diese Stellung nach neun Zügen dürfte das Ende der Vorbereitung beider Spielerinnen markieren. Bibissara hatte zunächst einen flexiblen sizilianischen Aufbau gewählt bei dem der Springer auf c6 – im Zug zuvor – nicht unbedingt hinein passt. Elisabeth entschied sich für eine sofortige Attacke gegen das schwarze kleine Zentrum. Die Kazachin ist also früh mit einem Angriff ihrer Gegnerin konfrontiert. Die Frage ist, wie soll sie hier reagieren?


Harika Dronavalli – Aleksandra Goryachkina 0.5 – 0.5


Harika steht hier vor ihrem 28. Zug. Der schwarze Springer ist dem gegnerischen Läufer vorzuziehen und sollte der schwarze Springer nach c5 gelangen, sieht es positionell schlecht aus für Weiß. Wie sollte sie am besten fortsetzen?

Tan Zhongyi – Koneru Humpy 0.5 – 0.5


Bemerkenswerterweise steht der weiße König nach der Attacke mit dem f-Bauern freier als der seines Gegners. Hier ist Schwarz am Zuge und sollte wie fortsetzen?

Fotos: Niki Riga für (FIDE CHESS).







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Die Inderin Harika Dronavalli (34) hat ihr

Vincent Keymer gewann in Weissenhaus im Lotterieschach. Kurz vor seinem nächsten Turnier in Prag stand jetzt ein Bundesligawochenende an. Sein Gegner ist die aktuelle deutsche Nummer Zwei. Es wurde einseitig. Die Eröffnung spielte eine Rolle, aber vor allem ging es um einen fehlenden prophylaktischen Zug. Eigentlich Vincent’s Stärke.

Von Thorsten Cmiel

Die Eröffnungsvorbereitung ist wichtig für Profispieler. Das meiste passiert heute mit dem Bedienen von Computertasten. Aber in jeder Partie ist die Vorbereitung irgendwann zu Ende und dann sind die Spieler auf sich selbst gestellt. So auch hier in dieser Bundesligapartie, wobei der Hamburger vermutlich länger ihm bekannte Muster verfolgen konnte. Die Partie wurde allerdings nicht dadurch, sondern durch ein grobes Versehen entschieden. Vincent verpasste das Einbauen eines prophylaktischen Zuges, verlor einen Bauern vor seinem König und wurde einfach weggehauen. Die Stellung war so schlecht, dass es Vincent nicht einmal gelang mehr Widerstand aufzubauen, im Gegenteil.


Die Fotos sind im Januar bei den Tata Steel Turnieren in Wijk aan Zee entstanden. Vincent spielte im Master und Frederik im Challengers. Beide Spieler verloren Ratingpunkte dort. Mehr großartige Fotos von Dariusz Gorzinski können hier angesehen werden.


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Vincent Keymer gewann in Weissenhaus im Lotterieschach.

Wenn man eine seltene, vielleicht nicht ganz gesunde Eröffnung spielt, dann sollte zumindest ein Zeitvorteil dabei herauskommen. Ab Zug sechs war Elisabeth Pähtz auf der Uhr hinten dran. Kein guter Bürotag für die Deutsche. Kateryna Lagno reichte eine eher durchwachsene eigene Leistung, um die Tabellenführung zu übernehmen.

Von Thorsten Cmiel

Eigentlich sollte nach dieser vierten Runde Sara Khadem – das ist die gängige Kurzform ihres Namens – mit vorne sein. Die Spanierin mit iranischen Wurzeln spielte eine Musterpartie, eigentlich. An den Brettern der indischen Frauen war erneut wenig los. Für ausgiebige Unterhaltung der Zuschauer sorgte die Partie von Kateryna Lagno mit der deutschen Spitzenspielerin. Elisabeth Pähtz wählte in der Eröffnung Schleichpfade und landete früh in einer schwierigen Stellung. In der Phase des Gemetzels verloren beide Spielerinnen zeitweise den Überblick. Am Ende gewann gerechterweise die Coolere, die während der gesamten Partie immer etwas besser bis auf Gewinn stand und außer einem schnelleren Gewinn wenig ausließ.

Es gibt immer eine Partie, die lange dauert in Monaco. Die längste Partie der Runde spielten die Russin Gorychkina und die Chinesin Tan Zhongyi. Für Zuschauer freilich waren 93 Züge ohne Ungenauigkeiten keine Freude. Die Russin Goryachkina versuchte lange Zeit gegen die Russische Verteidigung der chinesischen WM-Herausforderin Wasser aus dem Stein zu drücken. Aleksandra hatte immerhin leichte Vorteile in der B-Note, aber Zählbares brachte sie letztlich nicht zustande.


Kateryna Lagno – Elisabeth Pähtz 1 – 0

Bevor man sich über manche Eröffnungswahl wundert, sollte man die bisherigen Erfahrungen der Spielerinnen untereinander prüfen. Katerina Lagno ist eine Art Angstgegnerin für Elisabeth. Zwar waren die meisten Begegnungen der beiden Spielerinnen Blitzpartien, aber von insgesamt laut Datenbank 42 Partien gegeneinander konnte die Russin bisher 18 Partien gewinnen und musste nur sechsmal hinter sich greifen. Besonders mit Schwarz liegt Lagno klar vorn. Zudem sollte man über die 35 jährige Russin mit ukrainischen Wurzeln wissen: Lagno war dreimal Blitzweltmeisterin (2010 für die Ukraine, 2018 und 2019) und einmal Schnellschachweltmeisterin (2014). Sie ist mit dem ebenfalls russischen Schachgroßmeister und langjährigem Weltklassespieler Alexander Grishuk verheiratet und hat vier Kinder. Sie gehört trotz der Großfamilie zu den stärksten Spielerinnen der Welt.




Sara Khadem – B. Muntuguul 0.5 – 0.5

Sara spielte eine tolle Positionspartie bis zu einem bestimmten Moment und der ist im nächsten Diagramm zu sehen. Weiß hat sich offensichtlich klaren Stellungsvorteil erwirtschaftet.


Der beste Zug ist hier die Dame nach d4 zu ziehen. Nach Tausch der Damen geht schnell der Bauer auf d5 verloren, da Schwarz die Deckung des c-Bauern mit seinen zwei passiven Türmen aufrecht erhalten muss bleibt Weiß sogar Zeit seine Königsstellung vorher zu verbessern. Sara zog ihre Dame nach d2, was gut, aber nicht ganz so zwingend war. Danach gab es noch einige Chancen, aber nach zwei weiteren ungenauen Zügen verlor die Spanierin schon ihren zweiten unnötigen halben Punkt.


Tabelle nach vier von neun Runden. Erstellt mit Chessbase.

Fotos: Niki Riga für FIDE Chess.

Eventhomepage.


Unkommentierte Partien






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Wenn man eine seltene, vielleicht nicht ganz

Man muss nicht lange diskutieren. Die italienische Küche ist Weltspitze. Einfache Gerichte sind die besten und die mediterrane Küche ist zudem gesund. Im Fußball haben die Italiener bisher mehr Titel gesammelt als die Engländer. Im Schach immerhin können die Engländer mithalten und liegen meist sogar vorne. Diesmal geht es Unentschieden aus, altersklassenübergreifend.

Von Thorsten Cmiel

Es ging schnell. Bereits in der vierten Runde spielen bei der Seniorenmannschaftsweltmeisterschaft die Favoritenteams gegeneinander. Der Zufall wollte es, dass Italien und England sowohl bei den älteren als auch bei den jüngeren Senioren verlustpunktfrei gegeneinander antreten durften.

Top-Paarungen und Ergebnisse Jungsenioren (50+)

Die Entscheidung bei den jüngeren Senioren fiel früh. Der italienische Internationale Meister Carlo D’Amore gewann gegen John Emms in einer überzeugenden Partie, die schließlich in einem gewonnenen Turmendspiel mündete.


Die größte deutsche Hoffnung bei den jungen Senioren ist Confluentia Koblenz und die konnten diesmal einen klaren Sieg einfahren (3-1) und sind wieder dran. Klaus Bischoff hielt dabei ein lange Zeit und öfters komplett verlorenes Turmendspiel gegen den norwegischen Internationalen Meister Atle Gronn. Interessanterweise spielte zwei Bretter weiter Klaus-Jürgen Schulz ein ähnliches Turmendspiel und zeigte wie man mit einem entfernten Mehrbauern und einem Turm hinter dem eigenen Freibauern gewinnt.


Top-Paarungen und Ergebnisse Senioren (65+)

Beim Spitzenkampf zwischen Italien und England bei den älteren Senioren wurden früh die Weichen gestellt, nachdem dem italienischen Großmeister ein grobes Versehen unterlief.


Screenshots von LiChess.

Partien 50+ zum Download bei Chess-Results.

Partien 65+ zum Download bei Chess-Results.

Das Titelfoto zeigt ein Risotto Milanese. Man benötigt dafür guten Reis, Safran, Zwiebeln, einen Brühwürfel, Wasser und etwas Zeit. (privat: TC)

Man muss nicht lange diskutieren. Die italienische

Von Thorsten Cmiel

Die Idee der Lasker Puzzles ist es, einmal in der Woche, in der Regel an Sonntagen, einige wenige Aufgaben unterschiedlicher Art an alle Interessierten des Vereins Lasker Köln zu verschicken. Es wird Taktikaufgaben und immer wieder auch mal Fragen zum Endspiel geben. Der Schwierigkeitsgrad wird unterschiedlich sein, damit für Spieler jeder Mannschaft und Spielstärke etwas dabei ist. Die Lösungen gibt es zwei Tage später. Los geht’s.


1. Aufgabe: Kann Weiß am Zuge gewinnen?


2. Aufgabe: Schwarz ist am Zuge. Was ist das richtige Ergebnis?


3. Aufgabe: Weiß ist am Zuge. Kann er sich noch verteidigen?

Der Lösungszug ist das Damenschach auf d5. Entweder wird das Feld d5 verstellt (vom Läufer) oder Weiß gewinnt ein wichtiges Tempo und gibt Matt. Der Rest ist einfach.


4. Aufgabe: Schwarz ist am Zuge. Was soll er tun?

Der Lösungszug ist eine Ablenkung, um etwas zu gewinnen. Das Turmschach auf h1 legt das Feld h2 für die schwarze Dame frei, die im nächsten Zug dort mit Matt landet.

Wer Spaß am Lösen von Schachaufgaben hat, der wird ab 2025 hier in der Schachakademie immer wieder fündig werden. Für den Anfang findet ihr unter den Links weitere Aufgaben und einige Hinweise darauf wie schwer Schachaufgaben sein sollten.


Von Thorsten Cmiel Die Idee der Lasker Puzzles

Die dritte Runde brachte zwei entschiedene Partien. Alexandra Kosteniuk und Aleksandra Goryachkina gewannen ihre Partien und konnten ihre Startniederlagen neutralisieren.

Von Thorsten Cmiel

Alexander oder Alexandra sind Namen mit slavischem Ursprung und gehen zurück auf Alexander den Großen Griechen, ein Begriff, der heutzutage in der Schachwelt anderweitig besetzt ist. In den Datenbanken werden die Vornamen der beiden Spielerinnen etwas anders geschrieben, aber der Ursprung bleibt erhalten und bedeutet so viel wie Verteidiger des Imperiums. Bezogen auf die Partien der dritten Runde waren diese weniger Verteidigungsleistungen als Ausdruck von Beharrlichkeit. Sasha ist eine gängige Verniedlichungsform des Namens und wir häufig als Rufname verwendet.


Bibisara Assaubayeva – Aleksandra Goryachkina 0 – 1

Beide Spielerinnen sind im Grand Prix gut positioniert weshalb der direkte Vergleich eine besondere Bedeutung hat, schließlich kann man der Kontrahentin wichtige Punkte im Kampf um einen von zwei Qualifikationsplätzen streitig machen. Es entspann sich ein hochkomplexes Spiel bei dem die ältere Spielerin sich letztlich durchsetzen konnte.


Nach 56 Zügen ist diese scheinbar weitgehend verbarrikadierte Stellung entstanden. Beide Spielerinnen haben ihre Trümpfe. Weiß hat Türme, welche den Bauern auf b7 attackieren. Dafür steht der schwarze Turm auf a5 frei herum und kann in Zukunft andere Aufgaben erfüllen. Im schwarzen Lager ist der Bauer auf d4 eine potentielle Schwäche und bei Weiß ist es der h-Bauer, der dauerhaft den Schutz einer Figur benötigen sollte. Während der weißfeldrige Läufer auf f1 kein attraktives Einsatzfeld hat, sollte man sich auf die Suche für den Springer auf g2 begeben. Was sollte Weiß tun?

Drei Partien gingen ohne sonderliche Höhepunkte mit Remis aus. Elisabeth Pähtz testete Sara Khadem mit einer Spanischen Abtauschvariante konnte aber keinen Vorteil erzielen. Harika Dronavalli konsolidierte ihr Ergebnis nach den zwei schmerzlichen Auftaktniederlagen gegen Katerina Lagno. Humpy Koneru konnte gegen die Mongolin Munguntuul ebenfalls in keiner Phase viel vorweisen und die Spielerinnen bogen irgendwann in ein gleichstehendes Turmendspiel ab.


Alexandra Kosteniuk – Tan Zhongyi 1 – 0

Beide Spielerinnen waren in ihrer Karriere bereits Frauenweltmeisterinnen. Die Chinesin Tan (33) überraschte ihre Gegnerin Kosteniuk (40) mit ihrer Eröffnungswahl. Kosteniuk spielte eine vor allem im Blitzen häufig anzutreffende Modeantwort. Die Spielerinnen waren früh auf sich gestellt und beide hatten zu Beginn ihre Chancen.


Kosteniuk hatte zuletzt auf e6 einen Läufer geschlagen und stand hier vor der Aufgabe zu entscheiden wie sie auf e6 zurück nehmen sollte. Es gab aber noch einen dritten Zug und der bestand im Zwischenzug mit dem Turm nach c8 und Attacke auf die gegnerische Dame. Spielt Weiß danach seine Dame nach d6, dann folgt ein erneuter Angriff mit dem Turm von c6 aus. Durch den Zwischenzug mit dem Turm nach c8 konnte Tan die Initiative erobern und sich die besseren Chancen sichern. In der Partie kollabierte ihre Stellung binnen weniger Züge.


* In einem vorherigen Bericht hatte ich Elisabeth Pähtz zur Turnierseniorin gemacht. Das war ungenau. Kosteniuk und Pähtz sind zwar beide 40 Jahre alt, aber die Schweizerin ist 1984 geboren und die Deutsche ist Jahrgang 1985.


Tabelle nach drei Runden. Women’s GP Monaco. Quelle: Chessbase.

Fotos: Niki Riga (FIDE CHESS)


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Die dritte Runde brachte zwei entschiedene Partien.

Die zweite Runde brachte nur eine entschiedene Partie: Die Spanierin Khadem gewann gegen die Inderin Harika Dronavalli, die ihre zweite Niederlage hinnehmen musste. Die Chinesin Tan Zhongyi verpasste einen vollen Punkt gegen die Mongolin Batkhuyag Munguntuul.

Von Thorsten Cmiel

Die ersten beiden Spielerinnen im Grand Prix qualifizieren sich direkt für das nächste Turnier der Kandidatinnen. Zudem gibt es einen attraktiven Preisfonds. Nach Tblissi und Shymkent folgen in den nächsten drei Monaten weitere drei Turniere auf Zypern, in Indien und in Österreich. Die Kasachin Bibisara Assaubayeva liegt zwar aussichtsreich, muss aber noch einmal ordentlich punkten, da sie ihr letztes, drittes Turnier spielt. Lei Tingjei, eine der Favoritinnen auf eine direkte Qualifikation steigt erst in Zypern ein und könnte bei gutem Abschneiden die Latte höher legen.


Der Zwischenstand im Grand Prix nach zwei Turnieren: Alle anderen Spielerinnen mit Ausnahme von Lei Tingje dürften gar keine Chance in der Gesamtwertung mehr haben.


Sara Khadem – Harika Dronavalli 1 – 0

Die Partie war lange Zeit hart umkämpft und nahm einen ausgeglichenen Spielverlauf. Entschieden wurde die Partie dann aber fast brutal durch einen groben Fehler der Inderin, den man kaum erklären kann. Harika hatte einen Zug zuvor ihre Bedenkzeit bis auf zwei Sekunden runterlaufen lassen.


Die Spanierin hatte zuletzt ihren Turm von a2 nach d2 gezogen. Sie konnte den e-Bauern mit ihrem f-Bauern decken hatte das aber unterlassen. Die Idee von Weiß ist es, dem gegnerischem König ein Annähern über die d-Linie zu erschweren. Schwarz muss jetzt einsehen, dass es keine Möglichkeit gibt Fortschritte zu erzielen. Die Inderin konnte drastische Maßnahmen ergreifen und sowohl mit dem Turm als auch mit dem Springer auf a7 schlagen, danach folgt zwar die Fesselung auf der a-Linie, aber das verbliebene Material genügt nicht zum Gewinn. Allerdings sind solche Entscheidungen zwei Züge vor der Zeitkontrolle natürlich schwierig, aber es gab keinen Grund zur Eile. Die Inderin muss den Zug ihrer Gegnerin für einen groben Fehler gehalten haben. Sie nahm den Bauern auf e5 und nach dem Schachgebot auf der Grundreihe mit dem weißen Turm gab sie auf.


Kateryna Lagno – Bibisara Assaubaeya 0.5 – 0.5

Kateryna Lagno hatte in Shymkent einen enttäuschenden siebten Platz belegt und muss vermutlich ihre beiden letzten Grand Prix Turniere gewinnen, um noch eine Chance zu haben. In der ersten Runde hatte sie Aleksandra Goryachkina geschlagen und hatte in der zweiten Runde gegen die Kazachin Assaubayeva eine aussichtsreiche Stellung.


Entstanden ist ein typischer Königsinder. Das weiße Spiel findet am Damenflügel statt. Schwarz steht vor dem Problem, dass Bauernzüge des Bauernduos keine wirklichen Fortschritte versprechen. Versucht Schwarz aktiv zu werden, bieten sich eher Weiß Chancen auf Angriff. Die Frage ist hier also nur wie groß der Vorteil für Kateryna Lagno bereits ist und wie sie am besten fortsetzen sollte.


Tan Zhongyi – Batkhuyag Muuntungul 0.5 – 0.5

Die Chinesin geht die Turniere sehr professionell an. Mit Remis ist sie meist zufrieden und mit Weiß versucht sie zu gewinnen. Diese Profistrategie schien lange in der zweiten Runde zu gelingen. Nach der Eröffnung stand Tan bereits frühzeitig besser, kam aber nicht wirklich voran. Ihre Gegnerin gab ihr jedoch mehrere Chancen und als Beobachter denkt man sich, dass die Partie bald entschieden sein sollte. Dann passierte ein weiterer Unfall auf dem Brett.



Tabelle erstellt mit Chessbase.

Homepage Women’s Grand Prix

Fotos: Niki Riga (FIDE Chess)


Partien unkommentiert






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Die zweite Runde brachte nur eine entschiedene