Wer die Partien ohne Kommentare nachspielen oder herunterladen möchte, der ist hier richtig. In diesem Turnier läuft es für den Usbeken Javokhir Sindarov. Der spielte zwar in dieser achten Runde nur ein grundsolides Remis gegen Andreij Espenko, aber Hikaru Nakamura gelang es seinen Landsmann in einem Doppel-Turmendspiel zu besiegen. Ein schöner positioneller Sieg gelang Anish Giri, der sich für die Startniederlage gegen den Inder Praggnanandhaa revanchierte.
Die Partien sind sortiert in der Reihenfolge in der sie beendet wurden.
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Wer die Partien ohne Kommentare nachspielen oder herunterladen möchte, der ist hier richtig. Die achte Runde hat das Feld erneut zusammengeführt. Der überraschende Gewinn der Inderin Divya gegen die Ukrainerin Anna Muzychuk war die Voraussetzung, dass jetzt fünf Spielerinnen auf dem geteilten ersten Platz stehen. Das dürfte Spannung versprechen.
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Während in der offenen Klasse bereits eine Vorentscheidung gefallen zu sein scheint, ist bei den Frauen noch alles möglich. Die besten Chancen hat die Nachrückerin Anna Muzychuk aus der Ukraine. Dabei war ihr Auftritt bisher solide. Die anderen Spielerinnen müssen aufholen.
Von Thorsten Cmiel
Bevor ich einzelne Spielerinnen und ihr bisheriges Spiel vorstelle, sei der aktuelle Turnierstand betrachtet. Anna Muzychuk hat nur einen kleinen Vorsprung und das Feld ist recht kompakt aufgestellt. Wir haben in den letzten zwei Runden gesehen, dass Spielerinnen sehr schnell aus einem Minus ein Plus machen können. Das gelang der Inderin Vaishali, die trotz zuletzt zweier Siege nicht zufrieden ist mit ihrem Spiel. Immerhin ist sie inzwischen in der Lauerposition. Gespielt wird wie in der Hinrunde nur mit vertauschten Farben. Die sechste und siebte Runde werden getauscht, damit keine Spielerin dreimal Weiß oder Schwarz hintereinander bekommt.
Anna Muzychuk (Ukraine)
Anna Muzychuk wurde am 28. Februar 1990 in Lemberg (Lwiw) in der Ukraine geboren. Anna war als Nachrückerin ins Teilnehmerfeld gekommen, da die Inderin Humpy Koneru eine Woche vor Turnierbeginn auf ihre Teilnahme verzichtete. Anna ist eine ausgezeichnete Blitz.- und Schnellschachspielerin und war bereits zweimalige Blitz-Weltmeisterin (2014 + 2016) und einmalige Schnellschach-Weltmeisterin (2016). 2017 verlor Anna gegen die hier ebenfalls mitspielende Chinesin Tan Zhongyi einen Kampf um den WM-Titel. Anna bleiben in der zweiten Hälfte noch vier Weißpartien. Ihre Chancen das Turnier zu gewinnen sind nicht nur wegen des halben Punktes Vorsprung hoch. Ich möchte ihr eine Gewinnwahrscheinlichkeit von 35 Prozent zusprechen.
Nach drei Remis in den ersten Runden konnte Anna mit Weiß in der vierten Runde gegen ihre ehemalige Landsfrau Kateryna Lagno voll punkten. Deren Hilfe war an dieser Stelle allerdings notwendig. Wie sollte Lagno mit Schwarz hier fortsetzen?
Lösung (Hier Klicken)
Die Chinesin Zhu Jiner war in der sechsten Runde dran und musste ihren 34. Zug ausführen. Sie zog ihren Springer nach g4 und erwachte unsanft. Wie verstärkte Anna danach ihre Stellung?
Lösung (Hier Klicken)
Vaishali (Indien)
Die Inderin Vaishali wurde am 21. Juni 2001 in Chennai geboren. Die 24-jährige Inderin war mehrfach in Jugend-Altersklassen Weltmeisterin und lieferte sich scheinbar einen Wettlauf mit ihrem vier Jahre jüngeren Bruder, Praggnanandhaa. Vaishali errang 2024 als dritte Inderin überhaupt den Großmeistertitel und schneidet historisch gut beim Grand-Swiss ab. 2023 und 2025 gewann Vaishali dieses elfrundige Qualifikationsturnier für die Kandidatenturniere, das nach Schweizer System ausgetragen wird. Das Kandidatenturnier auf Zypern ist nach Toronto 2024 ihr zweiter Auftritt auf der ganz großen Bühne, die zum WM-Kampf führen kann. Ihre Gewinnchancen sind natürlich einen halben Punkt besser als die der folgenden vier Spielerinnen. Gleichzeitig hat Vaishali bislang nicht sonderlich überzeugend agiert. Sie hat eine Chance von etwa 15 Prozent.
In dieser Stellung spielte die Chinesin Tan Zhongyi gegen Vaishali den schockierenden Turmzug nach a1. Es erscheint mir nicht einmal angemessen diese Situation danach weiter aufzulösen.
Wichtiger ist das Verständnis, dass diese Stellung nicht gewinnbar ist. Der schwarze Turm kann nur durch einen Trick oder ein Schachgebot befreit werden. Die Stellungsbewertung ändert sich nicht wenn der weiße König auf g2 steht.
Zhu Jiner (China)
Die 23-jährige Chinesin war die Spielerin des Jahres 2025. Zhu ist seit 2023 Großmeister und profitierte von der Absage von Lei Tingjie, die auf die Teilnahme an der Grand-Prix-Serie 2024/25 verzichtete. Zhu sprang ein, gewann die Eventserie und qualifizierte sich direkt für das Turnier der Kandidatinnen. In 2026 trat sie beim Challenger-Turnier in Prag an und hatte etwas mehr Schwierigkeiten als die Inderin Divya. Das direkte Duell gewann die Chinesin, die eine Art Angstgegnerin für die Inderin zu sein scheint. Inzwischen kämpft Zhu nach Rating sogar um die Vormachtstellung im chinesischen Frauenschach. In der ersten Turnierhälfte gewann und verlor Zhu Jiner zwei Partien. Sie hat wie die anderen Spielerinnen eine Qualifikationschance von etwa zehn Prozent, also etwas weniger als zu Beginn des Turniers. Zhu hat mit dem Bulgaren Ivan Cheparinov einen erfahrenen Sekundanten und das könnte ihr in den letzten Runden helfen.
Aleksandra Goryachkina (Russland unter FIDE-Flagge)
Die drei russischen Teilnehmer im Turnier kann man kaum einschätzen.Die 27-jährigen Russin war bereits im Jugendalter sehr erfolgreich bei Welt- und Europameisterschaften. Auch hatte sie 2025 und 2017 Chancen auf den WM-Titel. Goryachkina spielt immer wieder auch starke Open-Turniere, anders als Anna Muzychuk, Tan Zhonghyi und andere etablierte Topspielerinnen, im Nahen Osten und versucht sich mit starken Großmeistern zu messen. Aleksandra hatte in den ersten sieben Partien drei Gewinnstellungen, scheiterte aber immer wieder an sich selbst. Wie Zhu Jiner sind ihre Chancen auf den Turniersieg etwas zurückgegangen.
Divya (Indien)
Die zwanzigjährige Inderin ist die jüngste Teilnehmerin im Feld. Sie hat im Kinder- und Jugendschach alle Titel abgeräumt, die sie bekommen konnte. Die indische Prinzessin verpasste in der siebten Runde gegen Kateryna Lagno eine gute Chance auf ein Plus im Turnier. Divya ist längst ein Social-Media-Star der Schachszene, einer der meist geklickten Momente zeigt eine Szene in der sie sich scheinbar bei einer Uhr entschuldigt. Divya selbst will allerdings durch ihr Schach auffallen und da hat die Inderin viele interessante Partien zu bieten. Ihre Chancen sind genau wie die der anderen Spielerinnen mit aktuell fünfzig Prozent einzuschätzen.
Kateryna Lagno (Russland hier unter neutraler Flagge)
Kateryna Lagno ist genauso alt wie die Ukranierin Anna Muzychuk und stammt ebenfalls aus Lemberg (Lwiw) in der Ukraine. Sie entschied sich 2014 für einen Föderationswechsel nach Russland. Lagno ist besonders als ausgezeichnete Blitz- und Schnellschachspielerin bekannt. Sie ist verheiratet mit dem russischen Großmeister Alexander Grischuk. Begleitet wird sie beim Kandidatenturnier auf Zypern allerdings von Daniil Dubow (29), der ihr Sekundant ist. Kateryna hatte bisher in jeder Partie mindestens einmal eine Verluststellung. Ihr Spielstil ist für Zuschauer unterhaltsam, dürfte aber ihre Anhänger einiges an Lebenszeit kosten. Genau wie die anderen Spielerinnen mit dreieinhalb Punkten. Gegen Tan Zhongyi gelang Katerina das bisherige Highlight des Turniers.
Die beste taktische Lösung i Turnier der Kandidatinnen bisher. In dieser Stellung fand Kateryna Lagno mit Schwarz einen beeindruckenden Ausheber. Dessen eigentliche Pointe ist ein überraschender Zug etwas später, den man allerdings ohne Hinweis darauf leicht übersehen kann.
Lösung (Hier Klicken)
Bibisara Assaubaeva (Kasachstan) und Tan Zhongyi (China)
Die beiden verbliebenen zwei Spielerinnen haben weniger als 50 Prozent der Punkte geholt und es bleibt eine theoretische Restchance, dass eine der beiden Spielerinnen es doch noch schafft sich zu qualifizieren. Bibisara waren nach gutem Start ins Turnier zwei Partien misslungen. Da das Turnier bisher nicht durch Konstanz der Spielerinnen aufgefallen ist, könnte vor allem die Kasachin noch vorne eingreifen.
„Mehmet Mars Seven“ errechnet den Game Intelligence (GI) Score, der auf Genauigkeitswerten der gespielten Partien beruht. Kateryna Lagno hatte in jeder ihrer sieben Partien irgendwann eine verlorene Stellung. Daher ist sie ganz hinten in dieser Liste zu finden. Am Ende zählen aber die Punkte.
Die verpassten Punkte sind noch aussagekräftiger. Anna Muzychuk hat insofern alles aus ihren Partien herausgeholt.
Am Ruhetag auf Zypern gab das norwegische Unternehmen „Take Take Take“ eine exklusive Kooperation mit dem Open-Source-Infrastrukturanbieter Lichess bekannt. Die Kooperation markiert gleichzeitig eine Zusammenarbeit der Norweger mit dem US-Branchenriesen Chess.com. Künftig sind die beiden Unternehmen Konkurrenten. Zwischen die Stühle gerät der ehemalige Schachweltmeister Magnus Carlsen, der als Markenbotschafter für die US-Amerikaner vertraglich verpflichtet und Anteilseigner bei beiden Unternehmen ist.
Ein Kommentar von Thorsten Cmiel
Diese Nachricht schlägt in der Schachwelt ein wie eine Bombe. Mats André Kristiansen, CEO von „Take Take Take“, verkündete den Bruch mit dem US-Unternehmen „Chess.com“. Man sei mit der Zusammenarbeit nicht zufrieden und sieht wohl das eigene Wachstum durch den Verzicht auf Spielfunktionen bei der eigenen Lern-App gefährdet. Das ergibt Sinn, denn gerade beim Schach liegt für viele Nutzer der Spaß in der Kombination von Lernen und Spielen. Die US-Amerikaner wollten durch Vereinbarungen offenbar ihre Monopolstellung verteidigen. Mit „Lichess“ steht jetzt für die Norweger ein technologisch aus meiner Perspektive besser aufgestellter Partner bereit. Lichess hat zwar weniger Nutzer weltweit, aber die kritische Masse von ständig verfügbaren Online-Nutzern dürfte das Charity-Unternehmen bieten. Damit fordern die Norweger das Quasi-Monopol von Chess.com im Online-Schachmarkt offen heraus. Die US-Amerikaner und ihre Investoren dürften die Nachricht nicht gerne gehört haben, da ein eigener Börsengang in den nächsten Monaten zu erwarten war. Ein neuer Konkurrent könnte die erzielbare Marge von Chess.com langfristig reduzieren, zumindest wenn es den Norwegern gelingt ein attraktiveres Angebot auf den Markt zu bringen. Sogar unter Großmeistern wird immer wieder Kritik am US-Unternehmen laut, da die Spielplattform von Chess.com technologisch nicht zufrieden stellend ist, so Kritiker.
Die US-Amerikaner kompensieren technische Probleme bisher mit finanziellen Anreizen für Spitzenspieler, die unter anderem bei der Titled-Tuesday-Serie jede Woche Preisgeld gewinnen oder sich für andere Events qualifizieren können. Diese Turniere sind allerdings nur die Spitze des Eisbergs zahlreicher Online-Events mit denen das US-Unternehmen seine dominante Position dokumentieren möchte. Die typischen Online-Nutzer ohne internationalen Titel, also die große Mehrheit der zahlenden Abonnenten, hat nur einen begrenzten Nutzen davon. Ausgerechnet über diese Turnierserie berichtete das norwegische Unternehmen in der Vergangenheit ausführlich und zahlte den US-Amerikanern sogar noch das Preisgeld, um dafür in einem Video verhöhnt zu werden. Kristiansen kommentiert das Video und zeigt einen Ausschnitt, der die Norweger zum Nachdenken gebracht hat. Kein guter Deal für die Norweger also, zumal Chess.com der eigenen technologischen Entwicklung im Weg stand. Konfliktäre Ziele und Interessen führen zwangsläufig zu Trennungen von Unternehmenspartnerschaften, so auch hier.
Zusätzliche Brisanz bekommt die Nachricht, die zeitgleich durch neun weitere Ankündigungen im Blog flankiert wurde, durch die Doppelrolle von Magnus Carlsen, der Anteile an beiden Unternehmen hält. Der Superstar der Schachszene war seinerzeit der Hauptgrund weshalb Chess.com die Play-Magnus-Gruppe 2022 für einen vermutlich überhöhten Preis übernahm. Dafür verpflichtete sich Carlsen als Botschafter für Chess.com exklusiv tätig zu sein. Für ihr Produkt müssen die Norweger auf Magnus Carlsen jedenfalls noch verzichten. In gewisser Weise zeigen sie dabei Humor, indem sie einen Satz von Hans Niemann etwas abgewandelt in ihrer Pressemeldung untergebracht haben.
„Magnus Carlsen, co-founder of Take Take Take, will not be actively promoting the platform at launch. With Take Take Take now offering a full play and learning experience, it enters territory that conflicts with his ambassador agreement with Chess.com. He remains a co-founder and the company’s largest shareholder, and the team expects his involvement to resume once those contractual constraints change. For now, the product will have to speak for itself.“ (Originalzitat aus der Pressemeldung von Take Take Take vom 6. April 2026)
Es mag ein Zufall sein, aber einen Tag (7. April) später startet Netflix seine Dokumentation zur Kontroverse Carlsen-Niemann. Einen stehenden Begriff hat Hans Niemann eingeführt, der Danny Rensch, den CCO, den Chief Chess Officer, von Chess.com nach eigener Aussage hart getroffen hat. Niemann bezeichnete seine Gegner in der Kontroverse als Schach-Mafia, wobei er Magnus Carlsen und Hikaru Nakamura ursprünglich mit einbezog. Inzwischen scheint Niemann diesen Begriff vor allem für den Monopolisten Chess.com zu verwenden. Niemann selbst versucht mit „Endgame.ai“ eine eigene Spiel-Plattform zu promoten. Unabhängig davon wer sich in Zukunft mit welchem Geschäftsmodell durchsetzt. Konkurrenz könnte der Branche und sogar Chess.com helfen, eine bessere Online-Erlebniswelt zu schaffen. Schachspieler sollten die jüngsten Entwicklungen also begrüßen. Noch ist keine Antwort der Platzhirsche aus den USA bekannt, aber man kann sich auf manche Wortgefechte in den nächsten Tagen und Wochen freuen.
Was angekündigt wurde (6. April 2026)
Das norwegische Unternehmen „Take, Take, Take“ bringt ein größeres Update auf den Markt: eine umfassende soziale Schachplattform mit Spiel- und Lernfunktionen. Die Norweger setzen dabei auf künstliche Intelligenz, um Spielern unterschiedlicher Spielstärke Erklärungen zu Plänen, Drohungen und Zugalternativen liefern zu können. Die später kostenpflichtige App ermöglicht zudem das einfache Teilen von Partien mit Freunden und soll den sozialen Aspekt von Online-Schachspielen betonen. Das ist eine wegweisende Neuerung für das Unternehmen, wie deren CEO Mats André Kristiansen erklärt. Die Ankündigung hat strategische Bedeutung im weltweiten Online-Schach-Geschäft. Bislang habe man wegen der Zusammenarbeit mit dem US-Branchenprimus „Chess.com“ eine eigene Spielzone vermieden. Die Norweger stellten laut Kristiansen fest, dass die Zusammenarbeit mit Chess.com nicht auf der Basis gemeinsamer Ziele vorankam. Jetzt wurde eine exklusive Partnerschaft mit dem Open-Source Unternehmen und Technologieführer „Lichess“ verkündet, um zukünftig den Nutzern der eigenen App jederzeitiges Spielen zu ermöglichen. Schach lernen ohne es direkt Ausprobieren zu können hat für die Norweger keine Zukunft. Jetzt folgt der Bruch mit den US-Amerikanern. Künftig können Nutzer durch die Zusammenarbeit mit Lichess jederzeit Gegner finden.
Der „Director of Operations“ von Lichess, Theo Wait, betonte in einem eingebundenen Interview zur Presseerklärung der Norweger, dass die Zusammenarbeit aus seiner Sicht ein wettbewerbsorientiertes, gesünderes Schach-Ökosystem schaffe [ich mag den Begriff]. Lichess bleibt weiterhin seiner Unternehmensphilosophie „Open Source“ verbunden und ist weiterhin in seiner Schnittstelle offen. Für Anwender bleibt die Spielplattform kostenlos. „Take Take Take“ wird im Gegenzug finanziell zur Weiterentwicklung von Lichess beitragen, heißt es.
Netflix bringt mehrere „Untold“-Dokumentationen über Sportgeschichten in Spielfilmlänge heraus. „Chess Mates“ heißt die Netflix-Folge zu den Betrugsvorwürfen von Magnus Carlsen und Hans Niemann. Die Folge erscheint am 7. April 2026 und dürfte für weltweite Aufmerksamkeit sorgen.
Wer die Partien ohne Kommentare nachspielen oder herunterladen möchte, der ist hier richtig. Die einzige entschiedene Partie wurde durch einen groben und völlig unnötigen Fehler entschieden. Tan leistete sich einen ihrer nicht untypischen Fehler, die man auch im letzten WM-Kampf gegen Ju Wenjun häufiger sah. Divya Deshmukh versuchte 135 Züge lang zu gewinnen. es gelang ihr nicht. Die Partie dauerte bis 21.45 Uhr Ortszeit, ging also über sechs Stunden.
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Wer die Partien ohne Kommentare nachspielen oder herunterladen möchte, der ist hier richtig. In der offenen Klasse gab es in der siebten Runde nur eine entschiedene Partie der beiden Kellerspieler. Wei Yi schafften den Anschluss und für den Russen Andreij Esipenko dürfte sich das Turnier jetzt sehr lang anfühlen. Nach den Remisen von Praggnanandhaa und Anish Giri heute scheint nur der US-Amerikaner Fabiano Caruana realistische Chancen für eine erfolgreiche Aufholjagd zu haben.
Die Partien sind sortiert in der Reihenfolge in der sie beendet wurden. Tatsächlich passierte in der siebten Runde nicht wirklich viel. Lediglich der Chinese Wei Yi zeigte wie stark er eigentlich sein kann. Man wird sehen, ob ihm dieser Sieg genügend Selbstvertrauen gibt, um eine bessere zweite Turnierhälfte zu spielen.
Lichess-Interviews von Theo Waits mit dem Turnierdominator Javokhir Sindarov (Usbekistan) und seinem Gegner nach der siebten Runde. Lichess ist der weltweite Technologieführer von Schachplattformen.
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Die letzten beiden Begegnungen gewann die Chinesin in Prag und jetzt beim Turnier der Kandidatinnen. Aber Divya konnte Zhu Jiner immerhin beim World-Cup mit Weiß schlagen und sich später für Zypern qualifizieren. Dennoch bleibt der Eindruck, dass die Inderin mit dem Spielstil der Chinesin oft nicht zurechtkommt. Eine Spurensuche.
Von Thorsten Cmiel
Es gibt im Turnierschach Gegner gegen die man mehr Schwierigkeiten hat als diesen von der Spielstärke her im Ergebnis zusteht. In der April-Ratingliste 2026 liegt Divya bei 2510 und Zhu Jiner bei 2554) Umgangssprachlich nennt man das eine Kundenbeziehung. Ein Kunde liefert regelmäßig Punkte ab. Jetzt wäre es zu früh Divya eine solche Beziehung anzudichten, aber die bisherigen Begegnungen zwischen den beiden Spielerinnen sprechen eine eindeutige Sprache, zumindest in Partien mit klassischer Bedenkzeit steht es nach der ersten Begegnung im Kandidatenturnier fünf zu eins für die Chinesin. Nimmt man alle Begegnungen inklusive Blitz, Schnellschach und einer Online-Begegnung, dann kommt Divya auf dreieinhalb Punkte aus insgesamt 12 Partien. Die beiden dürften auch in Zukunft noch häufiger gegeneinander antreten und es ist wichtig für Divya in künftigen Turnieren einen Weg zu finden, wie sie mit der Chinesin klarkommt. Die nächste Partie steht auf Zypern in einigen Tagen an.
Women’s World Cup Batumi 2025
Schauen wir uns die letzten vier Begegnungen der beiden Spielerinnen genauer an. Zuvor hatte Divya bei zwei Grand-Prix-Turnieren im Frühjahr 2025 zwei Niederlagen kassiert. Die ersten beiden hier betrachteten Begegnungen spielten Divya und Zhu Jiner in Batumi beim World-Cup gegeneinander. Die Chinesin war über den FIDE-Grand-Prix bereits für das Turnier der Kandidatinnen qualifiziert und Divya musste unbedingt den Wettkampf gewinnen, um sich zu qualifizieren. Es begann mit einem positionellen Sieg mit den weißen Steinen. In der zweiten Partie folgten die beiden Kontrahentinnen lange Zeit bekannten Mustern und Zhu Jiner zeigte sich gut vorbereitet. Dann griff die Inderin im 18. Zug zu einem zu passiven Zug und verlor recht deutlich.
Die anschließenden Stichkampf-Partien von Divya können in einem älteren Bericht nachgespielt werden. Die Inderin gewann die erste Schnellschach-Partie aus einem leicht besser stehenden Turmendspiel heraus und in der zweiten Partie versuchte Zhu Jiner eine materielle Unwucht ins Spiel zu bringen, lag aber die Partie hinten und bekam letztlich ein Unentschieden geschenkt. Der Rest im Turnier ist Schachgeschichte. Die Inderin gewann später den Frauen-World-Cup und qualifizierte sich für das Turnier der Kandidatinnen auf Zypern.
Als Vorbereitung auf das Kandidatenturnier spielten Divya und Zhu Jiner in der Challenger-Gruppe in Prag mit. Am Ende kam die Inderin auf einen hervorragenden dritten Platz, während die Chinesin einige Schwierigkeiten hatte mitzuhalten. Aber die Begegnung der beiden Kontrahentinnen endete mit einem Sieg von Zhu Jiner.
Die Inderin begann ambitioniert mit dem Benko-Gambit und ihre Gegnerin hatte vermutlich am Brett eine spontane Idee einen zentralen Bauern zu opfern. Der Bluff funktionierte, die Inderin lehnte nach zehn Minuten Nachdenken ab und kam deutlich unter die Räder.
Kandidatinnen-Turnier Zypern 2026
Die erste Partie auf Zypern verlief zunächst nicht gut für die Inderin und es sah früh nach einem vollen Punkt für Zhu Jiner aus. Dann bekam Divya mehrfach die Chance eine Qualität für einen Bauern zu opfern und ihre Stellung weitgehend zu befreien. Sie tat es überraschenderweise nicht – ihr Spielstil ist normalerweise selten ängstlich zu nennen – und ihr Spiel gegen die Chinesin wirkte fast gehemmt, fast unterwürfig.
Fotocredits: Batumi, Anna Shtourman (FIDE Chess), Michal Walusza and Yoav Nis(FIDE Chess).
Ein Gespräch mit dem spanischen Schach-Großmeister und Trainer Renier Castellanos, 43, über seine Zypernreise, bei der aus einem geplanten Urlaub ein Schachcamp mit zwei starken, „geheimen“ Großmeistern wurde. Wie sieht ein Schachtrainer das Geschehen bei den Kandidatenturnieren im St. Georges Hotel bisher.
Von Thorsten Cmiel
Renier beschreibt seinen Weg vom Spieler zum Vollzeit-Trainer bei „Killer Chess Training“, das ist eine Schachakademie, und skizziert seinen internationalen Werdegang von Kuba bis Rumänien. Wir sprechen über die Chancen der Kandidaten beider Turniere und was die Spieler seiner Meinung nach auszeichnet. Renier ist Coach der norwegischen Frauen und trainiert regelmäßig in Online-Gruppen mit den Spielerinnen. Wir besprechen allgemein viele Aspekte, die eine wichtige Rolle spielen, um erfolgreich Turnierschach zu spielen und wie man Engines im Training einsetzt.
Was führt dich her?
Es begann als Urlaubsplan. Sobald der Ort für das Kandidatenturnier bekannt gegeben wurde, sagte ich meiner Frau, wir sollten wegen des guten Wetters und des leckeren mediterranen Essens nach Zypern fahren. Also besprachen wir das mit der Akademie. Als wir auf die Idee kamen, hatte Jacob [Aagaard] sie bereits zuerst gehabt und eine Unterkunft gebucht. Danach überlegt man sich, was man hier machen könnte. In diesem Fall veranstalten wir ein Schachcamp mit zwei starken Großmeistern.
Welche zwei starken Großmeister, oder ist das ein Geheimnis?
Nun, ich sollte die Namen nicht nennen, aber es ist wahrscheinlich irgendwo da draußen zu finden. Denn es gibt viele Hinweise wer das ist.
Jacob und du, ihr veröffentlicht täglich eine Art Ratespiel der Ergebnisse der Kandidatenpartien und tretet dabei gegen künstliche Intelligenz an. Wie läuft es bisher?
Die künstliche Intelligenz liegt im Moment an der Spitze. Aber ich liege danach an zweiter Stelle.
Du arbeitest viel für Killer Chess Training. Was genau ist deine Aufgabe?
Ich bin Großmeister geworden, ich glaube vor zwei Jahren. Ich habe mich dem Coaching gewidmet und wollte lernen, wie man besser coacht und wie man besser trainiert. Jetzt sehe ich mich ganz als Vollzeit-Trainer und habe keine Ambitionen mehr als Spieler. Ich widme mich voll und ganz meinen Privatschülern und arbeite viel in unserem akademischen Training. Wir haben viele Schüler aus aller Welt, und das ist unser Hauptprojekt. Es ist unsere Leidenschaft – ein Job, der eigentlich gar kein Job ist. Bisher können wir gute Ergebnisse vorweisen.
Du hastkubanische Wurzeln, spielst unter spanischer Flagge und lebst in Rumänien. Wie kam es dazu?
Ich bin auf Kuba geboren. Mit 14 bin ich nach Chile gegangen und habe dann sechs Jahre lang in Chile gelebt. Ich habe auf Kuba angefangen, Schach zu lernen, aber dann habe ich aufgehört, und in Chile habe ich mich weiterentwickelt und in Südamerika, in Brasilien und Bolivien, gespielt. Dann bin ich wegen des Schachs 2003 nach sechs Jahren in Südamerika nach Spanien gezogen. Ich liebe Spanien, ich bin in Spanien geblieben, ich bin spanischer Staatsbürger geworden. Dann habe ich eine kurze Zeit in Kanada gelebt, in Montreal, bin dann zurück nach Spanien. Und jetzt lebe ich in Rumänien, in Bukarest. Der Grund ist meine Frau, Raluca [Sgircea], ich bin mit einer Schachspielerin verheiratet. Ich habe sie bei einem Schachturnier kennengelernt, und wir leben jetzt in Rumänien. Etwa seit zehn Jahren.
Fehlt dir nicht die Sonne?
Ich bin ein Sonnenmensch, aber ich mag auch das Winterwetter. Ich mag Weihnachten mit Schnee. Und das habe ich in Spanien nicht, in Spanien ist es immer wie im Sommer. Ich lebe im Winter gerne in Rumänien, weil ich den Schnee sehr mag. Und dann, im Sommer, ist Spanien für mich der richtige Ort.
Kandidatenturnier
Du hast bisher vier Runden gesehen, die fünfte läuft. Als professioneller Schachtrainer hast du sicher eine Meinung zu jedem Spieler und zu dem, was du beobachtest und wie sie sich hier präsentieren.
Ich bin nicht über jeden Spieler und deren Partien so gut informiert, aber zu einigen Spielern habe ich eine Meinung.
Fangen wir mit der offenen Klasse an. Ich komme aus Deutschland. Dabei ist dieses Jahr Matthias Blübaum. Er bezeichnet sich selbst als Außenseiter. Wie schätzt du seine Chancen hier im Turnier ein?
Dieser Spieler ist sehr interessant. Für mich ist er natürlich keine Überraschung, denn die Qualifikation für dieses Turnier ist immer schwer. Aber er hat auch die Europameisterschaft gewonnen, und er ist ein Spieler, der mich immer interessiert hat, weil ich ihn in Online-Streams verfolge, wo er jeden Dienstag an diesen Online-Turnieren teilnimmt und manchmal auch in anderen Turnieren spielt, die ich beobachte. Er scheint ein begrenztes Eröffnungsrepertoire zu haben. Man kann total vorhersagen, was er spielen wird, aber gleichzeitig kennt er es sehr gut und das macht ihn so stark. Eine Beobachtung: Er spielt viele seiner Eröffnungen online. Und dennoch ist er stark und solide, dass es schwer ist, ihn zu schlagen. [Wir sprechen während die fünfte Runde läuft und Matthias seine erste Niederlage gegen Fabiano Caruana beigebracht bekommt.] Ich glaube, dass auf dem Favoriten dieser zusätzliche Druck lastet, diesen Spieler schlagen zu müssen, weil man das Gefühl hat, dass man es muss. Er ist der Außenseiter. Man muss spielen, und das ist nicht so einfach. Für ihn als Außenseiter ist die Ausgangssituation sehr gut. Ich glaube nicht, dass es sein Ziel ist, das Turnier zu gewinnen. Auch wenn er hier jede Partie remis spielt, würde ich das als Erfolg betrachten. Und insgesamt als großartiges Ergebnis.
In seinen drei Partien mit Weiß hatte er immer dieselbe Struktur auf dem Brett, eine IQP-Stellung. Wenn man das als Trainer sieht, dass jeder mehr oder weniger dieselbe Struktur gegen ihn spielt, würdest du dann sagen, dass er etwas ändern sollte?
Das ist von außen sehr schwer zu sagen. Er hat diesen Stil, der funktioniert. Es scheint als wäre alles sehr gut durchdacht. Er ist sehr solide und geht nicht viele Risiken ein, lässt sich nicht unter Druck setzen. Ich denke, seine Chancen kommen während des Turniers, wenn jemand frustriert ist und um jeden Preis gegen ihn gewinnen will. Dann wird er definitiv eine Chance haben. Ich glaube nicht, dass er etwas ändern sollte. Wenn ich verantwortlicher Trainer von ihm wäre, fände ich, dass er einfach sehr, sehr gut spielt. Für mich ist er bereits ein großartiger Spieler.
Du glaubst also nicht, dass es allgemein eine gute Strategie ist, die Eröffnungen während des Turniers auszuwechseln und variabler zu agieren?
Nein, überhaupt nicht. Ich denke, bei seiner Vorbereitung kann man nicht alles wissen. Natürlich gibt es Spieler, die Erfahrung in Kandidatenkämpfen haben und ein viel stärkeres Team haben als er, Caruana hat wahrscheinlich ein solches Team. Ich glaube nicht, dass man in den Eröffnungen mithalten kann. Ich glaube, man muss seine Sachen sehr gut kennen und versuchen, seine Gegner in einen Bereich zu locken und dort zu kämpfen. Aber neue Dinge auszuprobieren und zu versuchen, zu überraschen, könnte leicht kontraproduktiv sein.
Kommen wir zu einem weiteren Spieler, der ebenfalls neu dabei ist, Andreij Esipenko. Er hat zwei Partien verloren, aber meiner Meinung nach nur knapp. Wie schätzt du ihn bisher ein?
Ich habe keine wirkliche Meinung zu ihm, da ich ihn nicht besonders verfolgt habe. Er ist natürlich ein starker Spieler. Wenn man ihn mit jemandem wie Caruana vergleicht, ist der Unterschied meiner Meinung nach einfach zu groß. Ich glaube nicht, dass er auf diesem Niveau ist.
Machen wir weiter mit einem ehemaligen Wunderkind, dem Chinesen Wei Yi. Er ist ein großes Fragezeichen, weil er nicht allzu viel spielt.
Wei Yi ist jetzt 26 Jahre alt und war vor nicht allzu langer Zeit ein vielversprechender Star. Irgendwie ist er aus dem Blickfeld geraten. Er spielt nicht allzu viel, aber er war immer ein besonders attraktiver Spieler, dem man gerne folgte. Wei Yi hatte diesen aggressiven Stil und er hat im Grunde jeden fertiggemacht. Aber hier zeigt er das bisher nicht, er spielt sehr konservativ. Er wirkt, als würde ihm das Selbstvertrauen fehlen. Ich glaube nicht, dass er daran glaubt, gewinnen zu können. Auch wenn er auf dem Papier dazu in der Lage sein sollte. Zumindest sehe ich in seinen ersten Partien nicht dieses Feuer in ihm.
Ein anderer Spieler, der ebenfalls nicht mehr auf der Tour ist. Er hat ein paar „Mickey-Mouse-Turniere“ gespielt, so hat er es selbst genannt, um sich für das Kandidatenturnier zu qualifizieren. Gemeint ist Hikaru Nakamura. Wie wichtig ist es aus deiner Sicht, gegen Spieler mit ähnlichem Spielniveau anzutreten?
Beim Schach muss man spielen. Man kann nicht erwarten, auf einem bestimmten Niveau zu bleiben, ohne Spielpraxis. Und für mich ist es besser, weniger auf die Rating zu achten und aktiver zu sein, als eine hohe Wertungszahl zu haben und gar nicht zu spielen. Als Schachspieler sollte man sich regelmäßig der Konkurrenz stellen. Ich habe das Gefühl, dass man den Bezug zur Realität im Turnierschach verliert, wenn man sich zurückzieht. Man bemerkt es erst wenn man das nächste Mal spielt und am Brett sitzt, ich glaube, genau das passiert gerade. Natürlich ist er ein außergewöhnlicher Spieler. Ich denke, dass der Mangel an Praxis in klassischen Turnieren und dann das Antreten bei einem Turnier, bei dem man unbedingt gewinnen muss, einen zu hohen Erfolgsdruck erzeugt.
Wie oft sollte man Turnierschach spielen? Gibt es dazu Regeln oder Ratschläge?
Nein, ich denke lediglich, man sollte nicht zu lange ohne Spielpraxis bleiben, aber das hängt davon ab, wie dein Leben aussieht. Ein Beispiel: Als ich noch aktiv war und lange Zeit nicht gespielt hatte, war das zweite Turnier immer besser als das erste. Ich machte mir immer einen Plan. Okay, lass uns hier spielen. Vom 1. bis zum 10. Juli und dann dieses Turnier vom 12. bis zum 20. Juli, so in etwa. Nun, das zweite Turnier war immer besser, weil man sich beim ersten Turnier noch etwas eingerostet fühlt, man denkt nicht so schnell und die Nerven machen manchmal Probleme. Man muss sich also erst an dieses Tempo gewöhnen. Dann spielt man besser.
Die nächsten Spieler sind aktiver… beginnen wir mit Anish Giri, einem angesehenen Großmeister aus den Niederlanden. Er ist 31 Jahre alt. Wie schätzt du seine Chancen ein? Es ist nicht sein erstes Kandidaten-Turnier.
Zunächst möchte ich erwähnen, dass Anish Giri einer der Spieler ist, die ich aus dieser Ära am meisten bewundere. Ich verfolge seine Partien ständig. Er hat immer großartige Eröffnungsideen, manchmal gehen die Ideen bis tief ins Mittelspiel oder sogar bis ins Endspiel hinein. Ich denke, für ihn ist das Turnier sehr wichtig, weil man nie weiß, wann man sich wieder qualifizieren wird. Es ist sehr schwer. Auch wenn man ein langjähriger Spitzenspieler ist. Er hat das Grand Swiss gewonnen, was eine spektakuläre Leistung war. Er hat seinen „Dämon“ in der letzten Runde besiegt. Und ich liebe die Art und Weise, wie er das gemacht hat, denn er hat spezifisch gegen die Spieler gespielt. Ich meine, er hat sich in die Köpfe der Spieler hineinversetzt. Er hat diese spezifische Eröffnungsvorbereitung gemacht, wobei mir aufgefallen ist, dass die Eröffnungen großartig waren. Hervorragend war die Auswahl: Gegen diesen Gegner spiele ich das, und gegen jenen anderen Spieler kommt etwas anderes. Er geht das Thema Vorbereitung sehr intelligent an. Außerdem ist er eine großartige Persönlichkeit in der Schachwelt. Ich bin zu alt, um zu sagen, dass ich ein Fan bin, aber das trifft es vielleicht am ehesten.
Eine Frage an den Trainer: Siehst du irgendwelche Schwächen in seinem Spiel? Es ist eine weit verbreitete Meinung, dass er ein Spieler ist, der keine Partien gewinnen kann.
Ich denke, in dem Kandidatenturnier auf das du anspielst hatte er in vielen Partien gewonnene Stellungen, die er nicht konkretisieren konnte. Er erreichte eine bessere Stellung und dann schaffte er es irgendwie nicht, sie zu verwerten. Vielleicht ist das bisher seine größte Schwachstelle, die ihn davon abhält, sich von den anderen abzuheben.
Kommen wir zu zwei Spielern, die jünger sind. Sie sind beide 20. Fangen wir mit dem Inder Praggnanandhaa an. Er hat zuletzt in 2025 nach eigener Einschätzung zu viele Turniere gespielt. Wie oft sollte man spielen?
Die Zeiten haben sich geändert, und die Topspieler spielen jetzt viele Turniere, weil es viele Turniere gibt. Außerdem wollen sie das, sie sind sehr jung und haben die Energie dafür. Sie haben noch keine Kinder oder eine Frau. Sie wollen an die Spitze kommen und spielen viele Turniere. Manchmal aus der Not geboren. Wir können das Beispiel von Erigaisi nehmen, der keine Einladungen zu Turnieren hatte und mit einer Elozahl von 2700 bei Open-Turnieren mitspielte. Er reiste von einem Turnier zum nächsten, bis sie sagten: „Okay, wir können diesen Kerl nicht mehr ignorieren.“ Wenn du spielst, riskierst du einiges. Du spielst oft gegen Gegner mit relativ niedrigerer Wertungszahl, was nicht unbedingt einfach ist. Die Ratingzahl könnte sinken. Aber wenn du gut spielst, steigt sie. So ist es nun mal.
Siehst du aus professioneller Sicht irgendwelche Schwächen in Praggs Spiel?
Trainer sollten grundsätzlich keine Ferndiagnosen aufstellen, daher will ich mich allgemein äußern. Ich denke, wenn Spieler so jung sind, ist es so, dass sich viele Dinge verändern und Spieler immer wieder Neues ausprobieren. Konsistenz ist also nicht einfach zu erreichen. Junge Spieler können manchmal Höhen und Tiefen haben. Er neigt scheinbar ein bisschen dazu, sein Glück zu sehr herauszufordern. Er versucht jede Partie zu gewinnen und das hat gelegentlich seinen Preis. Und wenn ein Spieler eine oder zwei Partien verliert, sagen viele Beobachter das Turnier sei ruiniert. Aber das reflektiert das Risiko, das junge Spieler bereit sind einzugehen. Wenn es gut läuft, wird es niemand bemerken. Man bemerkt es nur, wenn es schiefgeht.
Kommen wir zu einem anderen Inder, der aus Chennai kommt. Sein Name ist Gukesh. Er ist jetzt aus der Grand Chess Tour ausgestiegen, weil er das Gefühl hatte, dass er zuletzt zu oft gespielt hat und dass er als Weltmeister gefühlt etwas beweisen musste, war vielleicht eine große Belastung für ihn.
Ja. Ich war immer irgendwie auf Gukeshs Seite, er hat die Weltmeisterschaft fair und ehrlich gewonnen. Er ist ein unglaublich starker Spieler. Ich verfolge ihn seit er ein Kind war und in Spanien gespielt hat. Er versuchte sich nach oben zu arbeiten, und er hat, wenn ich mich recht erinnere, einmal vier Open-Turniere in Folge gewonnen. Ich habe eine besondere Bewunderung für ihn. Vielleicht sind die Zeiten der Dominanz eines Spielers, ich denke an Kasparow und Carlsen, vorbei. Carlsen kann zwar behaupten, er könne die Welt dominieren, aber wenn er nicht spielt, kann er es nicht beweisen. Wenn er Turnierschach spielt, kann er es vielleicht wieder zeigen, wie er es in der Vergangenheit getan hat. Inzwischen gibt es viele Spieler auf sehr hohem Niveau.
Gukesh war immer sehr aktiv und seine aktuelle Weltranglistenposition interessiert nur ein paar Außenstehende. Für mich ist er Weltmeister und das war es.
Ja, auch für mich. Er ist der Weltmeister und er wird in vielen Jahren noch auf der Tour sein. Die Leute denken, dass es der nächste Anwärter leicht haben wird gegen Gukesh zu spielen. Ich bin ganz und gar nicht dieser Meinung. Ich muss das erst noch sehen. Gukesh ist erst 19 Jahre alt. Es ist sehr schwer einen Sportler mit 19 Jahren einzuschätzen, wenn das beste Alter, um das Spiel zu verstehen und reife Entscheidungen zu treffen, noch vor ihm liegt.
Er ist schon so lange auf der Tour, dass die Leute gar nicht mehr merken, wie jung er ist.
Genau. Das ist es, was die Leute nicht erkennen: Wir sprechen hier von 19-, 20-Jährigen, die in den nächsten zehn Jahren an der Spitze des Schachs stehen werden.
Foto: Raluca Sgircea
Kommen wir zu einem Spieler, der in den ersten vier Runden sehr konstant in seiner Leistung war und mit einem Punkt Vorsprung führt: Javokhir Sindarov aus Usbekistan. Er war auch Teil des Teams, das 2022 in Chennai gewonnen hat. Er ist also nicht völlig neu, aber wahrscheinlich neu in der 2700er-Spitzenklasse. Super-Großmeister-Niveau.
Was für mich an ihm am beeindruckendsten ist, ist der Hunger, mit dem er spielt. Man sieht an seinem Stil und seinen Partien, dass in ihm ein gewisser Ehrgeiz, ein gewisser Siegeswille steckt. Und er hat absolut keine Angst vor dem Verlieren. Das macht ihn zu einem sehr gefährlichen Gegner, er kann in chaotischen Stellungen gut spielen. Furchtlos. Er hat ein unglaublich gutes Gespür für Initiative in seinem Spiel. Und er war mein Favorit auf den Turniersieg.
Wir wussten, dass Sindarov in guter Form ist, weil er schon in Wijk ein sehr starkes Turnier gespielt hat. Wie wichtig ist Form im Turnierschach und wie kann man sie über einen Zeitraum von drei Monaten aufrechterhalten? Gibt es dafür spezielles Training?“
Man muss täglich sehr konsequent arbeiten und darf sich nicht auf Erfolgen ausruhen. Man sollte sofort an die nächste Herausforderung denken. Man muss motiviert bleiben. Motivation ist ein großer Faktor in diesem Sport. Man braucht ein gutes Trainingsprogramm und man benötigt ein gutes Umfeld, um motiviert zu bleiben.
Muss Sindarov sein Spiel jetzt anpassen, da er vermutlich nicht mehr jede Partie gewinnen muss?
Auf ein Unentschieden zu spielen ist im Turnierschach das Gefährlichste was man tun kann. Es ist gut, sich vor Augen zu halten, dass man nicht unbedingt gewinnen muss und keine unnötigen Risiken eingeht, wenn man sich daran erinnert. Aber er muss mit diesem Kampfgeist bis zum Schluss weiterkämpfen, denn in diesem Turnier kann jeder wieder aufholen. Nichts ist entschieden, bis es entschieden ist. Und die Nervosität vor der letzten Runde – mal sehen, wie sich das auswirkt. Man weiß es nie im voraus.
Der wohl kompletteste Spieler, der 2018 bei der Weltmeisterschaft gespielt hat, ist Fabiano Caruana. Es heißt er sei kein besonders intuitiver Spieler. Er ähnelt eher Gukesh, der viel kalkuliert. Ich habe immer das Gefühl, wenn ich ihn über Schach sprechen höre, dass er Schach sehr gut erklären kann. Wie ist dein Blick eines Trainers auf ihn.
Ich halte ihn für den perfekten Spieler, stark in allen Bereichen des Spiels. Man kann absolut das Beste von ihm erwarten. Er ist immer sehr gut vorbereitet. Die Eröffnungen sind perfekt. Er denkt sehr logisch, er rechnet gut. Ich kann nichts Schlechtes an seinem Spielstil finden ein bisschen Glück, um das Turnier zu gewinnen, ist vielleicht das, was manchmal fehlt.
Zwischen Frische und Erfahrung. Was ist wichtiger?
Wenn wir zum Beispiel die Unbekümmertheit von Sindarov mit der Erfahrung von Caruana vergleichen, dann lastet der Druck auf Caruana – die Uhr tickt. Er war schon so oft nah dran. Du hast irgendwie das Gefühl: Wenn du es jetzt nicht schaffst, musst du bis zum nächsten Mal warten. Und für den anderen gilt: Das ist mein erstes Mal und ich werde noch viele Kandidatenturniere spielen. Ich werde viele Chancen haben. Wenn ich gewinne, super.
Gibt es eine bestimmte Phase des Spiels – also Eröffnung, Mittelspiel und Endspiel –, in der dir bei diesem Turnier bisher etwas Besonderes aufgefallen ist?
Darauf habe ich noch keine Antwort. Ich habe mir die Partien nur angesehen, aber nicht tiefgehend analysiert, weil ich überhaupt nicht mit der Engine arbeiten möchte. Ich schaue mir die Partien nur am Schachbrett an, um nicht beeinflusst zu werden. Ich höre mir keine Kommentare oder ähnliches an. Wir besprechen die Partien am Schachbrett und bilden uns unsere eigene Meinung.
Ich erinnere mich an ein Video mit einem der beiden geheimen Großmeister…
Nicht mehr so geheim.
Es ging um die Partie zwischen Sindarov und Fabiano Caruana in der Fabiano mit Schwarz auf d4 schlagen musste. Wie schwer war es aus deiner Sicht, diese richtige Fortsetzung zu finden?
Es war extrem kompliziert. Wir haben Stunden damit verbracht, über diese Stellung nachzudenken. Wie sollte Schwarz diese Stellung spielen? Und wir sind erst viel später zu dem richtigen Ergebnis gekommen. Wir haben viele Ideen ausprobiert, viele Züge. Wir haben sogar Figuren verschoben. Die Jungs haben die Stellung auch im Blitz gespielt, um zu sehen, ob vielleicht ein Instinkt auftaucht. Es sah so aus, als hätte Schwarz eine schwierige Stellung. Wir sind ohne Hilfe auf die Lösung gekommen. Das ist besser, als erst einmal mit der Engine nachzuschauen. Wenn man es sieht, versteht man es sehr schnell. Aber es zu finden ist entscheidend, denn im Turnierschach muss man diesen Zug finden. Und dann den nächsten und den nächsten. Man verliert dieses Gefühl, wenn man Partien mit der Engine betrachtet.
Also würdest du als Schachtrainer immer empfehlen, zu versuchen, Probleme ohne den Computer zu lösen und wahrscheinlich erst am Ende nachzuschauen, wenn man keinen Trainer an seiner Seite hat. Ist das der richtige Ansatz?
Ja, das ist der richtige Ansatz. Nutze immer dein Gehirn, nutze immer deine Ideen. Und dann kannst du die Lösung ansehen, was die Engine vorschlägt, aber sie ist immer nur ein Werkzeug. Du musst immer aktiv bleiben, du musst trainieren. Wenn du keinen Trainer hast, der dir das nötige Material zur Verfügung stellt, musst du immer sicherstellen, dass dein Verstand beschäftigt ist. Du arbeitest so, wie du während der Partie arbeiten musst. Wenn eine Maschine für dich denkt, dann passiert nichts. Du glaubst, dass du die Züge verstehst. Aber das Problem ist, dass du diese Züge reproduzieren musst.
Welche Bereiche außerhalb des Schachgeschehens muss man trainieren?
Wegen meiner Frau fühle ich mich gezwungen, ins Fitnessstudio zu gehen, weil sie auch Sportlerin ist. Sie drängt mich ins Fitnessstudio zu gehen. Wir gehen fünfmal pro Woche. Fitness war beim Schach schon immer wichtig, aber jetzt sind sich die Leute dessen bewusster.
Professioneller…
Die Spieler achten darauf, was sie essen. Alkohol ist nicht sehr beliebt. Ich meine unter Spitzenspielern. Denn das ist ganz klar nicht gut. Es tut dem Denken nicht gut. Die Spieler achten viel mehr auf sich selbst als früher.
Wir haben in Singapur gesehen, dass Gukesh mit einem Mental-Trainer arbeitet.
Jeder Vorteil auf höchstem Niveau ist willkommen. Man hat etwa die gleiche Spielstärke, man hat etwa die gleichen Eröffnungsvorbereitungen – da fragt man sich: Was kann ich tun, wie kann ich besser sein als andere.
Turnier der Kandidatinnen
Bei den Frauen gibt es einige klare Favoritinnen, aber alles ist möglich. Das ist etwas, was meiner Meinung nach im Frauenschach sehr häufig vorkommt: Die Ergebnisse schwanken von Turnier zu Turnier viel stärker. Bei den Männern ist das irgendwie beständiger.
Wir haben zwei Inderinnen hier dabei. Was hältst du von Vaishali und Divya? Glaubst du, dass sie hier eine Chance auf den Sieg haben?
Das glaube ich definitiv. Ich denke, für Vaishali hat es sehr langsam angefangen. Divya hat diesen kämpferischen Stil. Sie könnte ein Spiel verlieren, und es würde mich nicht überraschen, wenn sie drei hintereinander gewinnt oder so etwas, weil sie so aggressiv spielt. Das ist schwer einzuschätzen, kaum vorhersehbar.
Wer ist die Favoritin im Feld?
Meine Favoritin ist Zhu Jiner. Bei einigen offenen Turnieren habe ich neben ihr gespielt und eine unglaubliche Eröffnungsvorbereitung gesehen. Sie hat sehr schnell gespielt, was ein großartiges Zeichen von Selbstvertrauen ist. Ich dachte mir: Okay, das ist fantastisch. Und dann, als wir damals spielten, saß ich neben ihr, weil wir die gleiche Wertungszahl hatten, aber jetzt sehe ich, dass sie hundert Elo-Punkte mehr hat als ich.
Sie hat Ivan Cheparinov, einen sehr renommierten und erfahrenen Coach als Sekundanten hier. Wie wichtig ist es deiner Meinung nach, für ein einzelnes Turnier einen Coach für ein Event zu haben, oder ist es besser mit jemandem über mehrere Jahre hinweg kontinuierlich zusammen zu arbeiten?
Ich glaube alle Spieler hier haben verschiedene Trainer für verschiedene Phasen des Spiels und verschiedene Funktionen. Manchmal kann man jemanden engagieren, der einem bei einem bestimmten Turnier hilft, bei dem man Eröffnungen braucht – bei einem Turnier wie diesem brauchen Spieler meist Eröffnungen, um zu überleben. Langzeitcoaches kennen die Spielerinnen und Spieler sehr gut und wissen genau, was der Spieler braucht, kennen seine Schwächen und Stärken, seine Psyche. Gleichzeitig ergibt das Engagieren von Kurzzeit-Coaches Sinn, die für kurze Zeit bei bestimmten Turnieren helfen.
Neben Zhu gibt es eine weitere chinesische Spielerin die das letzte Kandidatenturnier gewonnen hat. Sie ist eine sehr erfahrene Spielerin und ehemalige Weltmeisterin. Tan Zhongyi.
Sie war sehr solide, ich habe sie hauptsächlich in dem Match gegen Ju Wenjun verfolgt, und mir schien es, als wäre Ju Wenjun ihr weit voraus. Ich glaube, es wird schwer für Tan, dieses Turnier noch einmal zu gewinnen.
Ist die Vorbereitung beim Frauenschach vorhersehbarer?
Ich habe eine ganz andere Meinung. Ich finde es sehr schwer vorherzusagen. Es hängt sehr davon ab, gegen wen man spielt. Ich finde nicht, dass man die Eröffnungen sehr gut vorhersagen kann.
Eine Spielerin im Feld ist nicht so gut vorbereitet, weil sie erst sehr spät eingestiegen ist. Anna Muzychuk aus der Ukraine. Ist das ein großer Nachteil, weil die anderen Spielerinnen Monate Zeit hatten, sich vorzubereiten?
Sie hat viel Erfahrung, und das spricht für sie. Ich glaube, das ist es, was zählt. Niemand hat sich speziell auf sie vorbereitet, und sie ist motiviert. Sie hat in letzter Minute den Anruf bekommen, zum Turnier zu kommen. De Bedingungen hier scheinen großartig zu sein. Ich denke sie sollte in guter Stimmung sein, um zu spielen. Und das hilft immer. Schach wird mit Motivation gespielt und die hat sie vermutlich.
Dann haben wir die beiden Russinnen im Feld Kateryna Lagno und Aleksandra Goryachkina.
Sie spielen wenig das ist ein Nachteil, sie konnten nicht viel spielen und sie sind damit aus meinem Blickfeld geraten. Vor einigen Jahren konnte ich deren gesamtes Repertoire mit Weiß und mit Schwarz nennen, was sie jetzt spielen, ich habe keine Ahnung.
Wie siehst du die Kasachin Bibisara Assaubaeva?
Sie ist eine fantastische Spielerin. Sie ist sehr aggressiv und hat einen sehr dynamischen Stil.
Bei den Frauen gibt es nach meiner Beobachtung zwei Gruppen von Spielerinnen. Manche spielen ausschließlich Frauenturniere. Andere, meist der jüngeren Generation, sind flexibler.
Der einfachste Weg, besser zu werden, ist generell gegen stärkere Gegner zu spielen. Und wenn man einen stärkeren Gegner findet – das können Frauen sein, das können Männer sein. Im Moment ist das bei den offenen Turnieren der Fall. Assaubaeva spielt häufig bei offenen Turnieren mit. Sie spielt regelmäßig mit starken Großmeistern. Sie ist bereits eine starke Spielerin und sie wird noch besser werden. Es würde mich nicht überraschen, wenn sie dieses Turnier gewinnt.
Killer Chess Training Wer die Website der Akademie aufruft wird zu einer Altersbestätigung aufgefordert. Das ist weniger wegen der Inhalte der Seite, sondern wegen des vermutlich politisch nicht korrekten Namens der Akademie.
Fotos: Raluca Sgircea, Michal Walusza, Yoav Nis (FIDE Chess).
Wer die Partien ohne Kommentare nachspielen oder herunterladen möchte, der ist hier richtig. Die sechste Runde begann mit einem weiteren Sieg von Javokhir Sindarov, der dem Feld weiter enteilt. Da Fabiano Caruana erneut keine Siegchancen entwickeln konnte, baute der Usbeke seinen Vorsprung auf jetzt anderthalb Punkte aus. Bei den Frauen führt Anna Muzychuk mit einem Punkt Vorsprung. Drei Schwarzsiege brachten das Feld wieder zusammen.
Die Partien sind sortiert in der Reihenfolge in der sie beendet wurden.
Die Partien können nicht nur nachgespielt werden. Auch der Download ist einfach. Man klickt auf den hier orange markierten Button und erhält Zugriff auf die Partie.
Wer die Partien ohne Kommentare nachspielen oder herunterladen möchte, der ist hier richtig. Am Tag vorher hatte Hikaru Nakamura angekündigt, dass seine Partie gegen den Usbeken Sindarov seine letzte Chance sei, um noch etwas zu reißen. Es wurde in der Tat eine einseitige Begegnung. Immerhin hat Hikaru eine Stunde und acht Minuten an einem Zug überlegt, der ein Fehler war.
Während sich in der offenen Klasse zwei Spieler vom Feld absetzen konnten und das Feld auf fünf Punktegruppen (+4 bis -2) verteilt ist, liegen die Frauen noch näher beieinander und ein Sieg genügt für die Spielerinnen hinten im Feld, um wieder näher an die Spitze heranzurücken. Man kann vielleicht erste Tendenzen ausmachen, aber sicher keine Favoritin nach fünf Runden ausrufen. In der offenen Gruppe ist Javokhir Sindarov der zu schlagende Spieler und man kann sich auch von den bisherigen Auftritten der Spieler momentan nur noch Fabiano Caruana als anderen Spieler vorstellen, der das Turnier am Ende gewinnen könnte. Die Begegnung der beiden Spieler gegeneinander in der Rückrunde (Runde 11) könnte die Entscheidung bringen.
Grafiken: Ergebnisse und Punktestand (FIDE Chess).
Die Partien sind sortiert in der Reihenfolge in der sie beendet wurden. Der fünfte Spieltag sah in beiden Turnieren jeweils zwei Sieger.
Quelle: Li-Chess, die technologische führende Onlinespielplattform.
"It doesn't happen too often! I had this one thought – he's going for mate, but is it actually mate? It looks like mate, but I have to make sure that its mate – maybe there's no Rook on h1!" – @FabianoCaruana after checkmating Bluebaum in Round 5 of the Candidates. pic.twitter.com/QRb73cmkuZ
Die Partien können nicht nur nachgespielt werden. Auch der Download ist einfach. Man klickt auf den hier orange markierten Button und erhält Zugriff auf die Partie.